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Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung · 1874-01-01 · 1874 · page 81

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Journal
Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
Volume
1874
Date
1874-01-01
Page
– (sequence 81)
Language
German
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IRI
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79 Fragmente von den übrigen durch Alexander gesammelten Excerpten jüdischer Hellenisten, wie von dessen sonstigen Compilationen trennt, und die innere Uebereinstimmung, die sämmtliche Stücke verbindet, die beste Gewähr für ihre Unversehrtheit. Wandeln wir die indirecte Rede des Epitomators in die directe Rede des Verfassers um, so findet sich in der gesammten Fragmentenreihe keine Zeile, die nicht einem Manne, wie Demetrios geschildert worden ist, angehören könnte und nur einem solchen zugeschrieben werden müsste. Alexander hat sich keine Verfälschung derselben zu Schulden kommen lassen. Er begnügt sich, die echten Excerpte oder deren Fetzen zusammenzuheften, wie seine Scheere sie ohne besondere Wahl, ja oft mitten aus dem Zusammenhang herausgeschnitten hatte. Er hat bisweilen den Kopf, bisweilen den Fuss eines Fragmentes weggeworfen und in einigen wenigen Fällen die Verstümmelung durch ungeschickte Heilungsversuche zu bessern gesucht. Alles Uebrige ist gerade darum, weil >er über den Sinn seiner Excerpte ebenso flüchtig wie Eusebios hinwegging, vor ähnlichen gefährlichen Versuchen verschont geblieben. Wenn aber die Laune eines urtheilslosen Compilators über die Auswahl der Fragmente entschieden hat, wer bürgt uns dafür, dass diese der Urschrift gleichen? Kann die umfangreiche Schrift nicht Fehler besessen haben, welche die spärlichen Ueberreste derselben nicht mehr aufweisen? Und umgekehrt, kann ihr der Epitomator nicht die lebensvolle Frische geraubt haben, an deren Stelle jetzt die trockene Gestalt einer Chronik erscheint?— Wie gering wir nun auch von Alexanders Geschmack denken mögen, sicherlich besass er Urtheil genug, um für seine Leser nicht gerade die Stücke aus seinen Vorlagen auszuwählen, die denselben missfallen mussten, und zu verwerfen, was ihnen allein behagen konnte. Denn dass er auch bei den Auszügen aus Demetrios die Rücksicht auf sein Publikum nicht aus dem Auge verloren hatte, beweist der Umstand, dass er ihnen, um sie doch einigermaassen schmackhaft zu machen, die wunderlichen Verse aus dem Drama des Ezekielos einfügte (Eus. pr. ev. IX 29). Verschmähte Alexander trotzdem die trockenen Auszüge aus unserer Chronik nicht, so war ihm offenbar keine andere Wahl gelassen, als entweder diese immerhin werthvollen Stücke ganz zu übergehen, oder sie, dürftig und schmucklos wie sie waren, in sein Sammelwerk aufzunehmen. Hätte unsere Schrift

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