Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Journal
- Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Volume
- 1874
- Date
- 1874-01-01
- Page
- – (sequence 64)
- Language
- German
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62 gehoben worden ist, zn entgehen, entschliesst sich derselbe, nicht die erste, sondern die zweite Zahl zu ändern und 438 statt 338 zu schreiben. Damit kämen wir in die Regierungszeit des siebenten Ptolemäers, und da ausdrücklich bis zum vierten gerechnet wird (!'«£ JIxoXsfiaiov xexaqxov)^ so muss Graetz dies xsxdqxov für ein Glossem erklären. Doch schwerlich mit Recht, denn auch ein Glossem muss wenigstens den Schein einer Berechtigung haben. Ein Glossem aber so unsinniger Art, wie das xsxdqxov wäre, für das weder die Lebenszeit des Ptolemäos, noch des Demetrios, noch der Charakter der Schrift den mindesten Anhalt darböte, das reiner Gedankenlosigkeit sein Entstehen verdankte: ein solches anzuerkennen wäre ein Schritt, zu dem nur kritische Verzweifelung nöthigen könnte. Und ebensowenig lässt sich erklären, wie durch ein Versehen isxaqxov aus sßäofiov — in Buchstaben oder Zahlzeichen geschrieben — hätte entstehen können. Sehr nahe liegt dagegen die Annahme, dass TETAPTOT aus TOTTPITOT verschrieben sei. Dieser Fehler ist diplomatisch ebenso leicht zu rechtfertigen, wie er alle Schwierigkeiten aufs glücklichste hebt. Denn zählen wir von 719, das ist von der Zerstörung Samarias, 473 Jahre 9 Monate, oder von 584, das ist von der letzten Wegführung der Judäer nach Demetrios, 338 Jahre 3 Monate ab, so erhalten wir das Jahr 246/5, also genau das der Thronbesteigung des dritten Ptolemäers. Nachzuweisen aber, wo diese und die grosse Zahl anderer oben ermittelter Fehler entstanden sind, ob schon in den Handschriften des Alexander oder in denen des Eusebios und Clemens, das überschreitet die Grenze des überhaupt Nachweisbaren. Möglich ist Beides. Denn wie sehr die Handschriften der Letzteren entstellt sind, ist schon einige Male hervorgehoben worden. Aber auch die Exemplare, welche die Sammelwerke des Alexander enthielten, waren wenigstens zur Zeit des Byzantiners Stephanos in arger Verfassung, wie aus dessen Notiz (s. v. rsÖQwGia) hervorgeht. Diese langwierige Auseinandersetzung war nothwendig, weil sie zur Bestimmung des Zeitalters' und der Heimath unseres Dernetrios führt. Hat Demetrios bis zum Regierungsantritte eines Ptolemäers datirt, so kann das nur darum geschehen sein, weif er unter dessen Regierung gelebt hat. Denn in der inneren Geschichte Palästinas ist weder durch den dritten, noch durch den vierten, noch durch den siebenten Ptolemäer eine so gewaltige Veränderung