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Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung · 1874-01-01 · 1874 · page 60

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Journal
Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
Volume
1874
Date
1874-01-01
Page
– (sequence 60)
Language
German
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IRI
…/2720904-2720965--059-2722739
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58 Judäa bis zur letzten Wegführung der Judäer durch Nabukodrossor 128 Jahre 6 Monate und von der Wegführung der zehn Stämme durch Salmanassär bis zu dem genannten Zeitpunkt 573 Jahre 9 Monate weniger 388 Jahre 3 Monate, also 235 Jahre 6 Monate rechne, da Salmanassar nur 7—8 Jahre vor Sancherib’s Einfall Samaria zerstört hat. Es ist endlich unwahrscheinlich, dass Demetrios von Ptolemäos IV., also vom Jahre 222 gew. Zeitr., bis zur letzten Wegführung der Juden nur 338 Jahre 3 Monate gezählt habe, da hiermit das Datum derselben entweder auf das Jahr 560, also mehr als 20 Jahre zu spät, oder der Regierungsantritt des Ptolemäos nicht später als 242, also um 20 Jahre zu früh angesetzt wäre. Die erste Schwierigkeit ist von M. Niebuhr (a. a. 0. S. 102 Anm. 1) erkannt, aber nicht gehoben worden. Man würde für MxfialwGiaq ein anderes Wort, etwa Xs^Xaaiag zu schreiben versucht sein-, denn nur von der Abführung von Geld und Tempelgeräthen erzählt die Bibel (2 Kön. 18, 13 f.); nirgends aber wird von einer Exilirung der Juden durch Sancherib berichtet, und es ist vollkommen grundlos, wenn M. Niebuhr (a. a. 0.) behauptet, cdass von den jüdischen Gelehrten die Wegführung der von Sancherib gefangen genommenen Juden stets als erste Gefangenschaft angesehen worden sei\ Aber das lästige Wort wird durch das unmittelbar folgende sig rijv iayax^v 7 עףtzX. gegen jeden Angriff geschützt. Soll es nun nicht vollkommen in der Luft schweben, so muss auch hier der Uebelstand durch den Hinweis auf die nun schon häufig erwiesene lückenhafte Beschaffenheit der Alexandrischen Excerpte gehoben und alyiiaXwcia in einer etwas selteneren Bedeutung verstanden werden. Obgleich meist von kriegsgefangenen Personen gebraucht, haben selbst Schriftsteller der besten Zeit das Wort oder seine Sippe zur Bezeichnung von Kriegsbeute überhaupt verwendet. So finden wir in Aeschylos’ Eumeniden (v. 392) aiy^aXcoxwv %q71~ fidzwv, in Xenophon’s Anabasis IV 7, 26 alyßdXcoza ysQQa, in desselben Cyropädie IV 5, 38 aly^aXcoxa %Q7j[1a1cc und VI 1, 27 cdyjudXcoxa aQ^aza. Ueberaus häufig ist diese Bedeutung in Schriften nachklassischer Gräcität, wie in denen des Polybios, Plutarch und Anderer, sowie bei ekklesiastischen Schriftstellern von dem ersten Buche der Makkab. 2, 9 und der griechischen Uebersetzung von Hiob 12,17 an gerechnet. Hesychios (s. v. X8^Xaaia) erklärt daher alyiiaXwcia geradezu für gleichbedeutend mit Xs^Xaaia, \1dyr\^ X׳tj-

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