Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Journal
- Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Volume
- 1874
- Date
- 1874-01-01
- Page
- – (sequence 54)
- Language
- German
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52 so werden es 7, und soviel nahmen auch die Söhne LeaV *). Viger (z. St.) will freilich hier 2 statt 1 (!dvo für 1üav) schreiben, und Dindorf hat diese Conjectur in den Text gestellt, wobei aber weder erklärt wird, wie die Verderbung entstehen konnte, noch warum Joseph sich gerade 2, Binjamin gerade 5 und nicht etwa sich 1 und Binjamin 6 oder Beiden gleich viele Theile gab, noch woher der siebente Sohn Lea’s kommt. Lea hatte nur sechs Söhne, und man darf nicht etwa Dina gegen den Sprachgebrauch in die vlol einschmuggeln wollen, weil sie doch nicht mit nach Aegypten gezogen ist, also auch keinen Antheil von dem Gastgeschenk in Empfang hat nehmen können. Schwerlich hat ferner Demetrios behauptet, dass Levi einen Sohn Namens Klath gehabt habe (425 d) und dass Jakob aas Charan zu Laban gewandert sei (das.). — Man mag nun über Demetrios denken, wie man will: als einen Mann mit gesunden Sinnen hat er sich doch wahrlich erwiesen. Wir dürfen daher nicht ihm den Aberwitz unserer Lesarten zur Last legen. Ja, so ungereimt sind die eben erwähnten und andere hier nicht erwähnte Verstösse, dass wir sie ebensowenig dem zwar häufig gedankenlosen, aber doch nicht unsinnigen Compilator Alexander und am wenigsten dem bibelkundigen Eusebios aufbürden dürfen. Das bedarf für Dinge, wie die genannten, keines weiteren Beweises. — Wie schlimm es nun aber mit den Handschriften des Eusebios bestellt ist, das kann leicht nachgewiesen werden.1 Wie sehr ferner in der alten und zumal in der ekklesiastischen Litteratur gerade Namen und Zahlen durch Abschreiber und Leser verunstaltet worden sind, ist Jedem bekannt, der einmal einen prüfenden Blick auf die Königslisten Manetho’s oder in die Werke eines Josephus, Clemens, Eusebios und Synkellos geworfen hat. So würden wir denn kaum der Rechtfertigung bedürfen, wenn wir auch hier ohne weitere Gewähr als den Widersinn der jetzigen Lesarten sie ändern wollten. In Wirklichkeit aber lassen sich manche Fehler mit Hilfe guter Handschriften entfernen; andere mit der diplomatisch leichtesten Aenderung corrigiren, alle aber aus ihren Anlässen erklären. — Die Zahl 77 ist für Jakob’s Lebensalter bei seiner Wanderung nicht bloss Einmal ausdrücklich von Demetrios geschrieben worden* (422 d), *) Aia tovto za) Bsvictplv 7t8vxs [18q18ccq nciQa&sivtti y.al avxov Xaßslv [1iav ysvic&cu ovv k71xci} 06ag v.ai xovg 8K xijg Auag viovg Xccßslv.