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Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung · 1874-01-01 · 1874 · page 38

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Journal
Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
Volume
1874
Date
1874-01-01
Page
– (sequence 38)
Language
German
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36 Zusammenhang bedeutender Begebnisse vor Augen; sie enthalten Nichts, als eine Menge oft sehr unbedeutender biographischer, chronologischer und genealogischer Notizen über Personen und Ereignisse der älteren biblischen Zeit. Nur vermuthungsweise kann zuvörderst Demetrios ein Fragment über Isaak beigelegt werden, das jetzt von allen Herausgebern dem Molon zugeschrieben wird (fr. 1, bei Euseb. IX 19. 421 b).*) Am ausführlichsten ist der Erzvater Jakob und seine Nachkommen bis auf Moses herab behandelt (fr. 2, bei Euseb. pr. ev. IX 21),. An drittem Orte folgt ein kurzer Bericht über Moses und die Genealogie Jitro’s (fr. 3, bei Euseb. IX 29), und hieran schliessen sich einige, durch Fragmente aus dem Drama des Ezekielos vom Voraufgehenden getrennte Episoden aus der Wüstenwanderung der Israeliten (fr. 4—5, bei Euseb. IX 29). Von Clemens, dem Alexandriner, ist ausserdem ein Fragment, das kürzeste von allen, erhalten worden, das einige chronologische Be- Stimmungen über den Untergang des jüdischen Staates enthält(fr 6, bei Clem. ström. 121. p. 403 Pot.). Alle diese offenbar verschiedenen Th eilen *) Dies Stück muss zunächst dem Molon mit aller Entschiedenheit abgesprochen werden. Der Verfasser desselben kennt nur einen Tökkk, den Molon mit spättiscker Beziehung auf die Etymologie des Wortes Teloig nennt. Jener folgt getreulich den Worten der Bibel, während Molon’s wenige Worte von lächerlichen Irrthümern strotzen. Nicht der rhodische Redner kann Worte wie xaQnwacu, xap- 7z נס Gig 7 blovMQ7t(06aL im Sinne von 9׳'vsiv und &vglcl den LXX nachgesprochen haben. Nur im Munde eines jüdischen Hellenisten hat ferner avaysiv £711 zo ogog einen Sinn, da hiermit 'der Berg5 %ax’ ££,op\v, Moria, bezeichnet sein soll, was noch klarer wird, wenn man die Worte des Josephus Ant. I 13, 1 mit denen des Demetrios vergleicht. Den LXX sind ferner entlehnt ausser den genannten die Worte: 6 d'sög (Genes. 22, 1), zTtiftuvcu (22, 9), cepa^uv (22, 10), ayyslog (22, 11), %QL0g (22, 13). — Als sicher darf nun wohl angesehen werden, dass nur einem von Eusebios sonst schon citirten Schriftsteller dies Fragment angehört. Denn hätte Alexander hier einen neuen Namen genannt, so würde Eusebios, der überall bestrebt ist, für dieselbe Sache möglichst viele Autoren zu nennen, ihn schwerlich unterdrückt oder zu erwähnen vergessen haben. Unter allen Schriftstellern aber, die Alexander excerpirt hat, ist Demetrios der einzige, zu dessen schlichter Darstellung dieser, der Bibel bis aufs Wort nach gebildete Bericht passt. Die Fragmente aller anderen Hellenisten, selbst die von geringstem Umfange, suchen mit fremdem Putz sich zu schmücken. Zu Demetrios’ Eigenthümlichkeit stimmt endlich die eben erwiesene Benutzung der LXX, und auch die Form der hier vorkommenden Eigennamen 3AßQ01c1{1} ,laaax ist die von Demetrios gewählte. — Statt der hier aufgezählten fünf oder sechs Bruchstücke kennen nur zwei oder drei: Müller a. a. 0. III 208. 214. 224; Graetz Gesell, der Juden III1 48. 490 und M. Niebuhr a. a. O. S. 104. Anm. 1.

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