Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Journal
- Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Volume
- 1874
- Date
- 1874-01-01
- Page
- – (sequence 36)
- Language
- German
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34 nennung der Bibel als der 0heiligen Schrift* (Eus. pr. ev. IX 24. 29) erweisen. — Hat Josephus trotzdem den von ihm gekannten Schrift- Steller nicht einmal in eine Reihe mit Hekatäos aus Abdera, Theophilos, Theodotos, Mnaseas und einer Anzahl anderer gleich unbedeutender oder unwissenschaftlicher Schriftsteller stellen wollen (c. Ap. I 23), so kann das nur darum unterlassen sein, weil er die unselbständige und nicht eben umfangreiche Compilation der Erwähnung nicht für würdig hielt. Die aus Alexanders Sammelwerk ihm bekannten Schriften des Demetrios, Philon und Eupolemos aber beurtheilt er daselbst so schief, dass er sicherlich nicht durch andere umfangreichere Angaben und Excerpte über sie hat belehrt sein können. Zu derselben Folgerung berechtigen uns die Worte Eusebios’ (IX 39): cDa nun ausserdem Alexander auch der Prophetie des Jeremias Erwähnung thut, wäre es höchst ungereimt, wenn wir dies übergehen wollten.* Das hätte Eusebios nicht sagen können, wenn Alexanders Schrift ausser den von Eusebios mitgetheilten Fragmenten noch Weissagungen anderer Propheten oder auch nur andere, dem Eusebios wichtig scheinende Thatsaehen der biblischen Ge* schichte enthalten hätte. Denn derartig wichtige Thatsaehen zu übergehen, wäre doch nicht minder ungereimt gewesen. Was aber von biblischen Dingen wäre einem Eusebios nicht als wichtig erschienen? — Dies Alles drängt denn zu der Vermuthung, dass die Schrift tcsqI twv *lovöauov vielleicht nur einen Abschnitt in einem grösseren Ganzen gebildet hat, und nicht im mindesten würde dem die Thatsache widersprechen, dass Clemens (ström. I 21. p. 396 Pot.) und Eusebios (pr. ev. IX 17. 23) sie als besondere Schrift (pvyyqa^ua, Gvvxaiig, ygayi]) citiren. Denn es bedarf nicht der Belege, wie oft kleinere oder grössere Theile von Schriften im Alterthum als selbständige Werke genannt, citirt und catalogisirt worden sind. Nur Ein Beispiel sei erwähnt', die phönikische Geschichte des Philon von Byblos, aus welcher eine schwerlich sehr umfangreiche Digression ebenfalls als ein Werk ((fvyyQafifia, ßißXiov} über die Juden citirt wird von Eusebios (pr. ev. I 10. 40a), Origenes (c.’ Cels. I 15. p. 334 ed. Ben.). — Man könnte vermuthen, dass unsere Schrift zu dem vom Byzantiner Stephanos (s. vv. Tccßai, 3JBg'ambg) genannten Werke Alexanders tvsqI 2vgiag gehört habe, in welchem sie sehr wohl einen umfangreichen Excurs hat bilden können. Bestätigt zu werden scheint diese Vermuthung durch den Umstand,