Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Journal
- Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Volume
- 1874
- Date
- 1874-01-01
- Page
- – (sequence 33)
- Language
- German
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31 rikern, von heidnischen, jüdischen und samaritanischen Schriftstellern. Ihm selbst kam es gewiss noch weniger hier, als in seinen Dar- Stellungen italischer und griechischer Dinge darauf an, eine wahrhafte Geschichte zu schreiben, und auch der grösste Theil seiner Leser wird pikante Märchen über das Volk der Juden schlichter Geschichtserzählung vorgezogen haben. Mit richtiger Selbstkenntniss aber enthielt er sich hier wie in seinen übrigen Schriften jeder selbständigen Untersuchung. So vielfach und so umfangreich auch die Bruchstücke seiner Schrift sind, nirgends giebt er ein eigenes Urtheil ab, nirgends erhebt er sich zu selbständiger Erforschung seiner Excerpte. — Es könnte scheinen, als ob er wenigstens eine gewisse Kenntniss semitischer Sprachen für seine Schrift mitgebracht habe-, denn den Namen der Stadt Taßcu*) führt er richtig auf ein semitisches Wort zurück (fr. 98). Aber das . will doch nicht viel besagen. Giebt doch auch Herodot oft richtige Erklärungen fremder Ortsnamen, ohne die Sprache, der sie angehören, zu verstehen. Das sind Kenntnisse, die er wie Alexander von der Strasse aufgelesen hatte. Auch giebt der Polyhistor für diese Eine richtige eine andere geradezu unsinnige Etymologie eines chaldäischen Wortes, die er dem Berossos anheftet.* Er sagt bei Synkellos (ehron. p. 52 Bonn.): 'OjiioQcoxcc slvai ös rovro XaXduiGTi /lisv OaXaT^ cEXX7jvioxl 1x8x)sQ1\>71v8ve<sSa1 &aXaT%a; das hat schon Scaliger (Thes. iemp. p. 408) mit Recht als cna^avoSsviiaxa Graeeuli Polyhistoris* angesehen. Wie vielfach Tadelnswerthes Alexanders Schriftstellerei auf-! wies — Eines musste schon oben und muss hier abermals zu seinem Lobe hervorgehoben werden; die gewissenhafte Angabe seiner Quellen, die es glaublich erscheinen lässt, dass auch ihr Inhalt mit *) Taßav . . zrjg IlEQcrfag, r}v 3AXe£uv8qos sv za tisqI SvQiccg eq^itivevel ccya&jjv. Der jüngere Benseier im Wörterbuch griech. Eigennamen (s. v.) hält diesen Ort für 'eine Stadt der Peräer in Rhodus5 — soll heissen: eine Stadt in der Rhodos gegenüberliegenden Landschaft Peräa. Diese aber würde Alexander weder in der Schrift über Syrien besprochen, noch im Gegensatz zu dem eben erwähnten Tdßeu in Karien und Lydien durch ein syrisches Wort erklärt haben. Auch verlegt sie Benseler selbst (s. v. IIsQcäei) nach der von Strabo. XVI 1, 28 p. 297 Siebenk. genannten Landschaft IlEQcdcc am Euphrat. Sie ist in Wirklichkeit wohl identisch mit et-Taiyibeh im palästinischen Peräa (s. Tristram The land of Israel p. 466. 468 Lond. 1866). Man kann auch טבת Jud. 7, 22; Onom. sacra ed. Lagarde p. 33, 26. 155, 14 vergleichen.