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Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung · 1874-01-01 · 1874 · page 32

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Journal
Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
Volume
1874
Date
1874-01-01
Page
– (sequence 32)
Language
German
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IRI
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30 leituug des Mosaischen Gesetzes von einer hebräischen Frau Namens Moso. Sie ist aber auch um Nichts schlechter, als die Ableitung eines Judäos und Hierosolymos von Typhon bei Plutarch (de Is. et Osir. 31) oder des Abraham, Azelus, Adores und Israhel von Damascus bei Justin (XXXVI 2)* *) oder der Juden von den Indern nach Klearchos bei Josephus (c. Ap. I 22) und Diog. Laert. (proöm. 9) oder als die Annahme des Tacitus, Judäer seien eigentlich kretische Idäer (hist. V 2) oder als des älteren Plinius Hypothese, sie seien eine Secte der Mager, von Moses und Lotapaeas (Lot) gestiftet (hist., nat. X 2). — Alexander nahm jene genealogische Spielerei auf, so gut wie das Geschichtchen von der Moso und so gut wie unzählige andere Fabeleien gleichen Werthes, als kritikloser Notizenkrämer, der er war, in den *Irafaxä^ wie in den כlovdcaxa, wie in seinen übrigen Schriften. Daneben kann er die Bibel — versteht sich in griechischer Uebersetzung — gelesen haben (s. Eus. pr. ev. IX 20. 29). Aber schwer verständlich wird ihm das Griechisch der Siebenzig sicherlich gewesen sein, und wie Diodor den lügenhaften Ktesias dem wahrheitliebenden Berossos, Eusebios selbst den geistlosen Diodor dem gutunterrichteten Manetho vorzieht (pr. ev. 1. II proöm.*, III 2 Ende); wie Alexander die Sibylle neben Berossos stellt und überall glaubhafte Ueberlieferung mit erdichtetem Fabelwerk mischt, so hat er auch in der jüdischen Geschichte den aufgeputzten Histörchen hellenistischer Schriftsteller vor den schlichten Erzählungen der Bibel den Vorzug gegeben. Von diesen Hellenisten hat er bereitwillig aufgenommen, was immer sie ihm darboten und zwar von Poeten und Prosaikern, Geographen und Historichtig statt 271aQzc0vog) benannt. Dass die Sparten von Theben nach Sparta zogen, sagt Timagoras bei Stephanos s. v. SnoiQxr}) s. Eustath. zu Homer B p. 294, 31; schol. Eurip. Phoen. 159. Auf ׳eine ähnliche Beziehung zu Kadmos und dadurch zu Sparta führt auch Diodor XL ecl. 1. II 542 Wess. Dagegen kommt wohl nur noch Ewald’s Erklärung (Gesch. IV 3 317), dass man in Peleg den Stammvater der Pelasger gesehen habe, in Betracht. Aber ihr zufolge bestände die Verwandt- Schaft nicht mit den Spartanern insbesondere, sondern mit allen Hellenen, oder doch allen Nachkommen der Pelasger. Auch haben die Spartaner sicherlich Nichts von Peleg gewusst, was doch vorausgesetzt werden müsste. *) Adores und Azelus sind wohl identisch mit הדד und חזאל, bei den Griechen *Adeg (LXX III Reg. 11, 14 f. 21, lf.) oder *׳Adepog (Joseph. Ant. VIII 7, 6) und ,A^aril oder 3A£ar!X0g. Beide genossen göttlicher Ehre (tag Usot ׳ctjacövtca), nach Josephus (Ant. IX 4, 6). S. übrigens Movers Phönizier I 196. 340. 368. 411.

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