Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Journal
- Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Volume
- 1874
- Date
- 1874-01-01
- Page
- – (sequence 22)
- Language
- German
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20 als historischen Werken anzureihen. Eine andere Schrift, die Qvyiccxä, bezeichnet Pseudo-Plutarch geradezu als Sammelwerk über Phrygien (<TvvayooyTj xwv nsq\ ®Qvyiag de mus. c. 5), und zu einer solchen Bezeichnung passen die Fragmente 47. 48. 52 aufs trefflichste. ־— Andererseits enthalten auch die allgemein als historische geltenden Schriften Bestandtheile, die wir eher in geographischen Werken suchen würden. So finden wir in der jüdischen Geschichte aus־ führliche Stadtbeschreibungen (Eus. pr. ev. IX 22. 35—37), und dies, sowie die Weitschweifigkeit, mit der der Bau und die Einrichtung des Tempels zu Jerusalem erzählt wird (das. IX 30 f.), lässt eher auf eine Periegese als auf ein Geschichtswerk schliessen. Auch die XaXSa'Ua endlich enthalten geographische Stücke (Eus. chron. Arm. p. 8 Z01n\). Bedenken wir nun, dass die Wissenschaft im Alterthum die Grenzen zwischen Historischem und Geographischem selten so scharf zog, wie etwa Eratosthenes es that, dass Herodot, der Vater der Geschichte, zugleich Vater der wissenschaftlichen Erdbeschreibung genannt werden darf, dass Thukydides und Xenophon nicht wenige geographische Bemerkungen in ihre historischen Schriften verwebten, und dass Ktesias, Ephoros und Theopompos noch viel zahlreichere Beiträge den späteren Geographen lieferten, dass dagegen auch die antiquarische Periegese des Pausanias viel Geschichtliches aufnahm und selbst Strabo in seiner Geographie es nicht ausschloss, so werden wir anstehen, den Inhalt der genannten Schriften Alexander’s auf Eine bestimmte Disciplin zu beschränken und sie vielmehr, soweit wir überhaupt das Recht zu einem Urtheile haben, als Sammelwerke ansehen, die Historisches und Geographisches zugleich in sich schlossen, beides aber im Geschmacke der Zeit mit mythischen Stoffen durchsetzten. Nicht streng erwiesen, aber doch sehr wahrscheinlich ist es, dass der Polyhistor der Verfasser des häutig vom Laertier Diogenes benutzten Werkesc Ab folgen der Philosophen* {(piXodötp cov öiaSoiai) gewesen ist, und dass vielleicht zu diesem Werke die Schrift gehörte, welche Clemens (ström. I 15 p. 357 Pot.) und Cyrill (adv. Jul. IX 133) unter dem Titel 'über symbolische Ausdrücke der Pythagoreer* (71€qI UvdayooLKwv dvfißolojv) anführen. Ferner gehört ihm an eine Schrift fUeber Ortsnamen bei Alkman* {IIsqI twv natf *AXxßävi vomwäg sodann eine rhetorische Schrift, aus der aber nur eine kurze Notiz durch einen Unbekannten (bei Walz Rhett. Gr. t.