Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Journal
- Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Volume
- 1874
- Date
- 1874-01-01
- Page
- – (sequence 21)
- Language
- German
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19 Schriften sind ausser den uns vorliegenden Bruchstücken und einigen grösseren Fragmenten einer chaldäischen oder assyrischen Geschichte nur Splitterchen gerettet worden, die kaum genügen, uns über die einstige Beschaffenheit derselben Sicheres zu lehren. Durch den Byzantiner Stephanos ist uns zunächst eine grosse Zahl kurzer geographischer Notizen sammt den Titeln der Werke, aus denen sie stammen, aufbewahrt worden. Unter diesen finden wir Schriften über Italien, Rom, wenn diese zwei Schriften nicht identisch sind, Illyrien, Kypros, Kreta, den Pontos Euxeinos, die meisten Theile Kleinasiens, Syrien, Aegypten, Libyen, Indien und wahrscheinlich auch über das rothe Meer; ausserdem werden Notizen über Iberien, Griechenland5־'“) und Arabien überliefert. Unwahrscheinlich ist es, dass diese Schriften, wie Wegener (a. a. O.) vermuthete, und Schöll (Gesch. d. gr. Litt. II723) und Forbiger(Handb.d. alt.Geogr. 1251) ihm nachsprachen, Theile eines einzigen, 40 Bücher umfassenden Werkes gebildet haben, da ein Gesammttitel uns nirgends begegnet. — Von diesen als geographischen werden nun meistens einige historische Schriften streng geschieden. Als solche sieht Hulleman (S. 140) die XulSaixa und die Schrift tvsqI 3Iovdaioov an; C. Müller zählt zu ihnen (p. 207) auch die 3IxaXixa. Aber diese Scheidung beruht auf nicht sicheren Kriterien. Allerdings, Stephanos, der Verfasser eines geographischen Lexicons, konnte nur geographische Notizen aufnehmen. Aber auch seine kurzen, durch spätere Hand vielfach verstümmelten Auszüge und die Berichte Anderer über Alexander’s Werke zeigen, dass sie neben geographischen Nachrichten auch Mythen, Wundergeschichten und historische Data in grosser Zahl enthielten. Eine Fabel von einem Manne, der 500 Jahr alt geworden sein soll, ist von seiner Schrift De Illyrieo traclu jetzt allein noch übrig (fr. 30). Ein genealogischer Mythos ist Alles, was aus seinen Kgyxixä bekannt ist (fr. 32), und die Fragmente der 3IxaXixu enthalten Nichts, was uns berechtigte, sie eher geographischen *) In ein Werk über Griechenland oder über einen griechischen Staat gehört die Angabe Alexanders über den Zeitraum von Ggyges bis zur ersten Olympiade, die Africanus (bei Eusebios pr. ev. X 10. 489 a) erhalten hat. Sicherlich aber gehört sie nicht zu der Schrift itsgl 3IovSaiwv, der sie Müller (fr. 24a) anreiht. Wenn Justinus Martyr aber, der hier dieselbe Quelle wie Africanus ausschreibt, aus ihr (coh. ad. Gr. p. 10a) herausgelesen hat, dass Alexander vom hohen Alter Moses’ spreche, so hat er sie missverstanden. 9*