Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Journal
- Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Volume
- 1874
- Date
- 1874-01-01
- Page
- – (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
- journal volume
- OCR quality
- 92% known words query
- IRI
…/2720904-2720965--015-2722695- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
14 der’s Schrift, das er nicht dieser, sondern den Antiquitäten des Josephus (I 15) entnahm, bis auf das kleinste mit dem Texte des Josephus übereinstimmt (pr. ev. IX 20) und dass auch der zwischen unsere. Bruchstücke eingefügte Auszug aus Ps. Aristeas mit vollster Genauigkeit abgeschrieben ist (pr. ev. IX 38). Das Verhältnis, in dem die von Eusebios, Clemens und Josephus erhaltenen Auszüge zu der Schrift des Alexander stehen, ist durch das Voraufgehende erkannt worden. Die Behauptung Hulleman’s, dass die Excerpte des Eusebios von ihm gänzlich verstümmelt worden seien, ist zurückzuweisen; diese selbst sind als treue Copien anzuerkennen. Eusebios ist bis auf Einzelheiten höchst genau, nicht bloss bei der Angabe der Quelle, aus der er schöpfte, sondern auch in genauer Bezeichnung der Quellen dieser Quelle. Nur an drei Stellen unterlässt er in der Eile des Excerpirens, die Fragmente mit dem Namen des Verfassers zu versehen (c. 19 Ende; c. 29 Ende; c. 39). Nirgends aber lässt sich ein Grund finden, warum Eusebios hier, wie er es in einzelnen oben hervorgehobenen Fällen gethan hat, seine Auszüge entstellt oder wohl gar verfälscht haben sollte, und Alles, was von denselben durch die von Clemens und Josephus erhaltenen Fragmente auf seine Zuverlässigkeit geprüft werden konnte, bestätigte die Genauigkeit der Abschriften. Viel ungenauer als die Eusebischen Excerpte sind dagegen die des Clemens, der sich meistens mit der ungefähren Wiedergabe der prosaischen Bruchstücke begnügt. Dagegen scheint das kurze von Josephus mit־ getheilte Stück eine genaue Copie zu sein, da es sonst wohl von Eusebios, der das Originalwerk des Alexander vor sich hatte, nicht aus zweiter Hand wäre genommen worden. — Wir haben somit das Recht erlangt, die Eusebischen Excerpte aus Alexander’s Schrift in folgender Weise zu ordnen. Die Capitel 17—19 des neunten Buches der *Vorbereitung"* (418c—421b) enthalten ein einziges wörtliches Citat aus Alexander mit Fragmenten aus den Werken des Eupolemos, Artapanos, Molon und eines Ungenannten (c. 18. 420 d: iv ös aösCTtoToic, svQOfisv). Dass dies anonyme Stück nicht dem Artapanos angehört, ist klar. Dieser citirt nie seine Quellen und bis auf das Wort genau entspricht diesem Citate Alexander’s ein anderes bei Diogenes Laertius (VIII 24. 36): 07jal o 3AXs^ccvSqoq .. xal xavxa svqtjxsvcu iv IIv&ay0Q1x0Ts vnoiiVTiiiaaiv. — Nach dem Fragment des Molon wird ein zweites anonymes Bruch־