Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Journal
- Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Volume
- 1874
- Date
- 1874-01-01
- Page
- – (sequence 14)
- Language
- German
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12 z. B. in Betreff der wichtigen sanchoniathonischen Excerpte geschehen ist*), stärkere Verdächtsgründe, als bisher, vorgebracht werden müssen. Aber die Controle, die für unsere Bruchstücke aus Eusebios selbst geführt wurde, kann eine noch strengere werden durch Ver־ gleichung der Auszüge, welche Clemens in seinen *"Teppichen0 aus der Schrift Alexander’s mittheilt — derselben Auszüge freilich, auf welche Hulleman (S. 153 not. 1) hinweist, um den Glauben an Eusebios’ Zuverlässigkeit vollends zu erschüttern. Sehen wir, ob ein anderer Grund den gelehrten Holländer hierzu veranlasst hat, als die ausgesprochene Vorliebe für den Polyhistor, dessen Werk natürlieh um so mehr im Werthe steigt, je tiefer die Compilation des Eusebios sinkt. Im Ganzen stimmen die Auszüge des Clemens mit denen des Eusebios überein. Prosaische wie poetische Stücke aus Alexander’s Schrift weichen an der grössten Zahl von Stellen nicht mehr von einander ab, als zwei Handschriften etwa, die verschiedenen Familien angehören. Wo das nicht der Fall ist, wo grössere Verschiedenheiten sich zeigen, da kann man keinen Augenblick zweifeln, dass Eusebios und nicht Clemens der zuverlässigere ist. Schon der Umstand, dass Clemens, treu der ihm eigenen Plündersucht, die Bruchstücke Alexander’s nicht unter dessen Namen, sondern als Citate aus den alten Autoren selbst mittheilt, erweckt ein ungünstiges Vorurtheil gegen die Zuverlässigkeit derselben *, denn Plagiate pflegen nicht gerade mit besonderer Sorgfalt angefertigt zu werden. Dass er sie aber in That dem Sammelwerke des Polyhistors verdankt, bedarf zwar für der Jeden, der den Charakter seiner *"Teppiche0 kennt, keines Beweises, kann aber mit Sicherheit daraus erwiesen werden, dass Clemens doch nur Alexander, dessen Werk er anderen Ortes (p. 396 Pot.) ausdrücklich nennt, dieselben Namen in derselben Zusammenstellung hat entnehmen können. So erscheinen Demetrios, der ältere Philon und Eupolemos neben einander (I 21. p. 403 Pot.)**); so Artapanos und Ezekielos (p. 413) ganz wie bei Alexander. — Die Vermuthung, Clemens citire ungenauer als Eusebios, wird aber zur *) Beck De fontibus unde sententiae . . de creatione . . ducuntur p. 7; Orelli Sanehon. fragm. p. 4; Movers Phönizier I 138. **) C. Müller hätte daher diese Auszüge des Clemens ohne Weiteres den echten Fragmenten des Alexander anreihen und sie nicht in die Einleitung zu denselben (III 208) verweisen sollen.