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Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung · 1874-01-01 · 1874 · page 11

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Journal
Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
Volume
1874
Date
1874-01-01
Page
– (sequence 11)
Language
German
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IRI
…/2720904-2720965--010-2722690
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der Gesammtinhalt allerdings nur wenig gelitten hat; berechtigt aber ist er zu dieser Behauptung ebensowenig dem Diodor wie im zehnten Buche (c. 6. 476 d) dem Clemens gegenüber. Ihre Erklärung und Entschuldigung finden diese unwahrhaften Angaben darin, dass Eusebios hier wie in den oben (S. 8) erwähnten Fällen, bei der Einordnung seiner Materialien in sein Sammelwerk die kleine Zahl von Excerpten, bei denen er als Epitomator verfahren war, von der überwiegenden Mehrheit der treuen Copien nicht mehr zu scheiden verstand und eine nochmalige Verification derselben nicht vornahm. — Aehnlieh wie in der 0Vorbereitung0, die hier vor Allem in Betracht gezogen werden musste, verfährt Eusebios in seinen übrigen Sammelwerken. Ueberall ist der Unterschied festzuhalten zwischen den Auszügen, die er als treue Copien mittheilt und den Citaten, bei denen er Nichts wie den ungefähren Sinn wiedergiebt oder die er vollständig umgearbeitet in seine Darstellung verwebt. So zahlreich die Irrthümer, die willkürlichen und thörichten Aenderungen in den letzteren nnd so berechtigt die Vorwürfe sind, die ihretwegen gegen ihn erhoben wurden, so gross ist seine Gewissenhaftigkeit in jenen Excerpten und so wohl begründet die Anerkennung, die ihm hierfür zu Theil geworden ist. Ausnahmen, durch Nachlässigkeit veranlasst, sind freilich nachgewiesen worden, aber in verschwindend kleiner Zahl. So sind in der Chronographie alle Excerpte, die sich aus jetzt noch vorhandenen Schriften controliren lassen, bis auf wenige Ausnahmen mit grosser Genauigkeit abgeschrieben worden. Zu diesen Ausnahmen gehört c. 43, wo er, allerdings unter vorausgeschickter Angabe des Sachverhalts, einundfünfzig Capitel aus der Römischen Geschichte des Diodor in Eines zusammenschweisst, während er in c. 14 und 44 zwar ebenfalls, dort den Diodor, hier den Dionysios, stark verkürzt, aber die einzelnen Lücken in seiner Epitome immer genau angiebt. Zahlreich sind dagegen die Irrthümer und selbst die Fälschungen, die er im Kanon sich hat zu Schulden kommen lassen, weil er hier viel selbständiger arbeitet. Für diese allgemein anerkannte That- Sache genügt die Verweisung auf Scaliger’s animadv. zum thes. temporum. auf die Werke neuerer Forscher über altägyptische Chronologie und auf Niebuhr’s schon angeführte Abhandlung. — Wie in der 0evangelischen Vorbereitung0 sind auch in der 0evangelischen Beweisführung0 wenigstens alle Excerpte aus Profanschriften be-

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