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Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung · 1874-01-01 · 1874 · page 7

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Journal
Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
Volume
1874
Date
1874-01-01
Page
– (sequence 7)
Language
German
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IRI
…/2720904-2720965--006-2722686
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5 siel! vor Allem, dass Eusebios Namen und Werke der von ihm exeerpirten Schriftsteller bisweilen gar nicht, bisweilen falsch, bisweilen ungenau anführt. Das zwölfte Buch seiner Vorbereitung* ist dem Nachweise der Uebereinstimmung zwischen Platon und der heiligen Schrift gewidmet und daher fast ganz mit Citaten aus Platon’s Schriften und der Bibel* angefüllt. Diese Citate sind häufig weder von . einander, noch von den eigenen spärlichen Bemerkungen des Eusebios geschieden, sondern laufen derartig durcheinander, dass nur die Vermerke der Herausgeber sie scheiden können. Man sehe besonders die Capitel 1—7. 20—26. 31 — 33 und 1. XIII c. 7 und 8. Wenn Eusebios hierfür sich damit entschuldigen kann, dass biblische Citate von Platonischen, wie von seinen eigenen Worten deutlieh genug abstechen und darum genauerer Bestimmung nicht bedürfen, so fällt doch an anderen Orten diese ohnehin nur halb genügende Entschuldigung weg. So geht er (IX 14. 416 c) ohne Angabe der Thatsache von Abydenos zu Josephus über; so verschmilzt er (XI 23. 545 a) mit Auszügen aus Numenios ein kurzes Excerpt aus Platon’s Timäos, das selbst aus zwei verschiedenen, aber durch keine Bemerkung getrennten Stellen zusammengesetzt ist. Häufiger noch werden Citate aus verschiedenen Schriften desselben Autors ohne Andeutung des Sachverhalts an einander geschoben. So treten im zwölften Buche der cVorbereitung0 Auszüge aus den Gesetzen Platon’s ah solche aus der Republik (c. 20 und 27); so schiebt er die letztere Schrift an Philebos (XII 52); so die Apologie an Kriton (XIII 10). Wo er sich innerhalb derselben Schrift hält, verwechselt er oft Früheres und Späteres. So soll Clemens nach einer früher angeführten Stelle schreiben, was zwei Capitel vor derselben sich findet (II 6. 72b). Aehnlich verfährt Eusebios mit einer Plutarchischen Schrift (V 4. 185 a) und mit Philon (XI 15. 533 dj. Selten verwechselt er dagegen verschiedene Schriften mit einander. So wird z.B.aus der Phiionischen Schrift cQuoddeteriuspotioriinsidiaturJ angeführt, was einer anderen, cDe confusione linguarum0 angehört (XI 15. 534 a). — Alle diese Ungenauigkeiten und Irrthümer lassen sich in einem so umfassenden Werke, wie die 0Vorbereitung0 des Eusebios ist, entschuldigen und zum grossen Theile daraus erklären, dass er bei der Sammlung seiner Auszüge dieselben nicht immer mit genauer Quellenbezeichnung versah und sie daher bei späterer Ordnung nicht mehr genau von einander zu scheiden wusste. Das

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