Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Journal
- Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Volume
- 1874
- Date
- 1874-01-01
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
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4 Eusebios Alexanders Werk gleichsam verstümmelt, seine Redeweise verändert und viel ungenauer excerpirt, als der Alexandriner Clemens, der in seinen 0Teppichen3 dasselbe Werk häufig ausgeschrieben hat — Diesen ungünstigen Urtheilen schnurstracks widersprechend rühmt Valckenaer die Treue des Eusebios und versichert, dass er nicht des geringsten litterärischen Betruges verdächtigt werden dürfe (diatr. de Aristobulo p. 75. 82). Am entschiedensten aber und ohne die geringste Ausnahme zuzulassen erklärt Dindorf gerade inBezug auf diec Vorbereitung3 und dieFragmente Alexanders, dass Eusebios seine Excerpte weder verändere noch verkürze, sondern überall wortgetreu abschreibe. Etwaige Auslassungen bezeichne er immer ausdrücklich als solche; ebenso merke er das Ende der Auszüge durch kleine Beisätze an, so dass nirgends der geringste Zweifel über das, was er selbst geschrieben und was er Anderen entlehnt habe, möglich sei.* *״) Nichts könnte unserer Untersuchung förderlicher sein, als wenn wir dies Zeugniss Dindorfs als vollgiltig anerkennen dürften; denn es würde jeden Zweifel an der Zuverlässigkeit des Eusebios und der von ihm überlieferten Fragmente beseitigen. Eine genaue Betrachtung der Eusebischen Excerpte aber lehrt uns, dass, wie die bitteren Vorwürfe Niebuhr’s und Hulleman’s, so auch Valckenaer’s und Dindorfs allzugünstige Urtheile beträchtlich eingeschränkt werden müssen. Wenn wir zunächst auf die 0evangelische Vorbereitung3 und innerhalb derselben nur auf die Citate von Profanschriften eingehen, welche für unseren Zweck allein in Betracht kommen, so ergiebt Ibid. not. 1: 'Quam parum Integra Eusebius etiam reliquorum scriptorum fragmenta ex Alexandro descripserit, efficitur e loco Clementis’ etc. Andere bald lobpreisende, bald verdammende Urtlieile, besonders in Bezug auf Eusebios’ Verfahren in der Kirchengeschichte, sehe man bei Danz De Eusebio Caesariensi p. 3. 8 f.; Baur in seiner Abhandlung Comparatur Eusebius . . . cum Herodoto p. 25. *) Eusebii Caesariensis opera I praef. p. XVIII: 'Locos scriptorum, quos excerpsit Eusebius ita apposuit, ut nec mutatos nee compendifactos exhiberet, sed, nt ipse interdum addit, tiqos 18vel %aza etsi omissis non raro quae ad propositum minus erant necessaria, quod significare solet interposito ncä £t£Qa ... et quae sunt reliquae hujusmodi formulae, pariterque fmem excerptorum significat ad alia pergens verbis rav za 6 §£lva ... et quae sunt similia,. ita ut nihil usquam dubitationis relinquatur, quid Eusebius ipse scripserit, quid aliunde sumserit/