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Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung · 1874-01-01 · 1874 · page 5

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Journal
Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
Volume
1874
Date
1874-01-01
Page
– (sequence 5)
Language
German
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IRI
…/2720904-2720965--004-2722684
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3 Sollte ihre Lösung gelingen und es dadurch möglich werden, die oben bezeichneten, noch dunklen Seiten dieser Schriften einigermassen aufzuhellen, so würde der Zügang zu einem zwar engbegrenzten, aber nicht unergiebigen, selten betretenen Gebiete des hellenistischen Schriftthums erschlossen sein. Eusebios׳ Compilationen. Wenn man von den zahlreichen Schreibfehlern absieht, die nur im einzelnen nachgewieseh und berichtigt werden können, so bleiben noch drei unbekannte Grössen übrig, welche die Rechnung mit diesen Bruchstücken unsicher machen. Wir kennen weder die Veränderungen, welche ihr Text durch Eusebios erfahren hat, noch den Antheil Alexanders an ihrer heutigen Gestalt, noch endlieh die ursprüngliche Beschaffenheit der Originalwerke. Zum Glücke lässt sich zuvörderst die erste dieser Unbekannten mit ziemlieber Genauigkeit bestimmen. Wir brauchen bloss festzustelleu, wie Eusebios seine übrigen Excerpte behandelt hat, um zu erfahren, wie er mit der Schrift Alexanders verfahren sein wird. Bei der überaus grossen Zahl der von dem sammellustigen Bischof excerpirten Schriftsteller ist diese Methode ebenso einfach, wie sicher. Dennoch ist sie in grösserem Umfange nur für Eusebios’ Kirchengeschichte angewendet worden, und daraus erklärt es sich, dass über das Verfahren des Eusebios noch in neuerer Zeit die widersprechendsten Urtheile gefällt werden konnten. Mit ingrimmigen Worten hat schon der grosse Joseph Scaliger die cIrrthümer, Karreteien, Tollheiten und Wahngebilde* (errata, absurditates, deliria, halucinationes) des Eusebios gegeisselt.״־') Auch Kiebuhr nennt ihn einen Fälscher, ceinen mit kecken Aenderungen eompilirenden* Mann (Kleine Sehr. S. 232. 241. 253). Kicht minder hart urtheilt gerade in Bezug auf unsere Fragmente Hulleman seiner Schrift über den Polyhistor, der gründlichsten Untersuchung, die bis jetzt über den merkwürdigen Mann geschrieben ist.*״־״*) Ihm zufolge hat #) Elencli. trihaer. c. 29*, de emend. temp. p. 506 3 thesaur. temp. notae p. 417. animadv. p. 143 s. Bernays* Scaliger S. 225. **) Miseellanea philologa I 153: . . 'Alexandri commentarmm Eusebius velut mutilavit. Ipsam oratiGnem Alexandri, ut v. c. ex loco de immolatione Isaäci unico, qui ex Potyhistoris verbis excerptus est, Eusebius ubivis fere missam fecit9 etc. 1*

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