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Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung · 1873-01-01 · 1873 · page 36

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Journal
Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
Volume
1873
Date
1873-01-01
Page
– (sequence 36)
Language
German
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IRI
…/2720904-2720941--35-2722667
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Schilderung eingeflochten und es als Vorzeichen des grossen Tages hineingezogen hat. Er sprach also nicht zur Zeit Joas’, sondern zur Zeit Usia’s, und zwar nicht vor Amos, sondemspäter als dieser, da dieser das Erdbeben noch vor dem Eintreffen angekündigt hat (Kap. I.—III.)• Bezüglich der Parallelen zwischen diesen beiden Propheten kann sie eben so gut Joel dem Arnos, wie umgekehrt dieser jenem entlehnt haben. Joel ist also keinesweges der allerälteste der literarischen Propheten, sondern eher noch Amos, oder er war x ein Zeitgenosse von diesem und Hosea I. Kaum lohnt es sich, auf eine Widerlegung der Hilgenfeld sehen Hypothese sich einzulassen, dass Joel in der persischen Zeit, etwa zwischen 518 und 458 gesprochen habe. Man kennt den Stil der nachexilischen Propheten genugsam; ihre Reden sind kurzathmig, ohne Gliederung, vor jedem kleinen Absatz fügen sie, wie zur Bekräftigung ihrer Rede, hinzu אמד ה׳ צבאות PD oder eine ähnliche Formel. Davon ist bei Joel keine Spur; ausserdem ist Joels Diktion, wie wir gesehen, künstlerisch gegliedert und klassisch, ohne eine Spur von Aramäismus. Hilgenfeld hat keine glückliche Hand in der Operation, zeitgeschichtliehe Fakta aus poetischen oder symbolischen Andeutungen zu reconstruiren. Am unglücklichsten ist seine Hypothese, dass die Heuschrecken bei Joel die Perser typiren. Das Wort 20 .11) הצפוני) hätte er 1866 nicht als Stütze für seine Typik, gleich dem Kirchenvater Hieronymus, gebrauchen sollen, nachdem Wetzstein sechs Jahre vorher seinen Grundlegenden Bericht über die bis dahin terra incognita des Hauran veröffentlicht hatte. Derselbe bemerkt, dass die Heuschrecken im südlichen Theile der Haurangegend unvertilgbar sind. ״Während ich dort war, frassen sie die Vegetation innerhalb des Dreiecks ab, welches die Städte Bosra, Salchat und Um-Rummän bilden, und in Bosra selbst wimmelt es so von diesen Thieren, dass sie immer wie der 54^ Regen auf uns herabfielen . . . Sie suchen das Land alle

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