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Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung · 1873-01-01 · 1873 · page 33

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Journal
Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
Volume
1873
Date
1873-01-01
Page
– (sequence 33)
Language
German
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IRI
…/2720904-2720941--32-2722664
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31 das Volk wegen seiner Sündhaftigkeit und Unbussfertigkeit den! Hunger, dem Schrecken, der Pest und der Gefangenschaft preisgeben. Diese drohende Verkündigung ist in Vers 1—9 enthalten. Das ist die Pointe der ganzen Prophetie, darauf bezieht sich sowohl der erste Eingang (14, 1): ״das Wort, welches an Jerenda erging“, als auch der zweite (14, 17): ״Du sollst ihnen das Wort verkünden.“ Dieses eigentliche ״Wort Gottes“ ist vom Eingänge durch mehrere Episoden getrennt. Noch weiter entfernt ist der Inhalt der Prophetie von der Ankündigung derselben in der Rede, welche Jeremia an den Rest der Judäer gehalten, welcher nach Egypten auswandern wollte (Kap. 40—42). Der Eingang beginnt (40, 1): דבר ה׳ אשר היה אל ירמיהו מאת ה׳ אחר שלח אוחו נבווראדן י * * מן הרמה, und der Inhalt folgt erst nach einer sehr langen historischen Digression (42, 7) mit dem wieder anknüpfenden Eingang: ויהי מקץ עשרת ימים ויהי דבר ה׳ אל ירמיהו י * * כה אמר ה אלקי ישראל. Doch bleiben wir bei der Analogie der Rede Jeremia’s über die Dürre mit der Joels, die frappant genug ist. In der Jeremianischen haben wir zweierlei Momente wahrgenommen, den Hauptinhalt der Weissagung und die subjektive Aeusserung des Propheten, welche sich als Einleitung zu jener verhält. Diese Einleitung besteht aus drei Episoden: 1) aus einer Schilderung der Calamität und ihrer Wirkungen; 2) aus einem Gebete, das der Prophet dem Volke in den Mund legt, und endlich 3) aus einer Fürsprache und einer Klage desselben. Erst nach Schluss dieser Digression folgt der Hauptinhalt der Prophetie. Ganz ebenso ist Joels Rede gegliedert. Dem Hauptinhalt der Weissagung geht eine Einleitung voran, die einen subjektiven Charakter hat. Diese besteht grösstentheils aus Schilderungen der Calamitäten, und sie beschliesst ein Gebet, das der Prophet den Ahroniden in den Mund legt. Um die Analogie noch frappanter zu machen, fehlt in Joels Einleitung auch nicht ein

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