Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Journal
- Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Volume
- 1873
- Date
- 1873-01-01
- Page
- – (sequence 29)
- Language
- German
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27 ־ ׳f"־.ד׳-•'•.־ ■׳•: Creatur, selbst über Sklaven und Sklavinnen beim Eintreffen des grossen Tages, dem neue Schrecken und Zeichen vorangehen werden; der dritte Absatz (IV. 1—113) Strafgericht über die Völker, welche sich gegen Judäa verschwören und Verheissung des Schutzes Gottes für sein Volk und der Rückkehr der Weggeführten. Dabei wird eine fürchterliche Naturerscheinung angekündigt, wie in der vergangnen Zeit: Sonne und Mond werden verdunkeln, Himmel und Erde werden ob Gottes Stimme erzittern (15—16).*) Der letzte Absatz scheint mit iv. 18 zu beginnen: והיה ביום החוא יטפו הרים עסיס , enthält aber nur wenige Verse, weniger noch als Absatz 2. Daraus würde sich ergeben, dass der Schluss mangelhaft ist. Wenn es sich erweisen liesse, dass die Prophezeiung — von dem zukünftigen Strömen der Völker zum Gottesberg Zion, um sich von dort aus belehren zu lassen, und von dem ewigen Frieden auf Erden: ״ein Volk wird das andere nicht mehr mit Krieg überziehen und sie werden nicht mehr Kriegskunst erlernen“, die gleichlautend bei Jesaia (2, 1—4) und bei Micha (4, 1—5) vorkommt — wenn es sich erweisen liesse,2) dass diese Prophezeiung von einer idealen Zukunft unserem Propheten entlehnt ist — wie einige Ausleger annehmen — dann hätte auch der letzte Absatz einen schönen Schluss. So erscheinen beide Hälften gleichmässig abgetheilt und der ganze Bau künstlerisch gegliedert. Die Absicht des ganzen י) d. h. das Erdbeben mit seinen Schrecknissen wird sich noch einmal wiederholen. 2) Es spricht nämlich gegen diese Annahme, dass der Ausdruck ' באחרית הימים von Joel nicht gebraucht wird. Dagegen kommt der Ausdruck bei Hosea in der ersten Partie I—HE vor. Auch diese Partie erscheint zum Schluss abgebrochen, und hier kann sich diese Prophezeiung um so eher anschliessen, als dieser Prophet auch vorher von ewigem Frieden spricht (2, 20).