Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Journal
- Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Volume
- 1872
- Date
- 1872-01-01
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
- journal volume
- OCR quality
- 94% known words query
- IRI
…/2720904-2720937--05-2722575- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
- Origen 1× ep/1025440
OCR text
■L ־. ־; ■״ ־ ־ ־ t)ie Version des Jonathan theilt das Schicksal der Version deä Onkelos: sie gehört notorisch nicht dem Verfasser an, dem sie zugeschrieben wird. Wir senden einige Worte über Onkelos voran, da beide Versionen mit einander innigst verknüpft sind und fast als Zwillingspaar erscheinen, so dass man versucht wird, sie als das Werk eines Autors zu bezeichnen (vgl. weiter). Der Proselyt Onkelos soll nach dem babyl. Talmud Megilla 3a seine Uebersetzung unter Anleitung (מפי) des R. Elieser und R. Josua (erstes und zweites Jahrh.) veifasst haben. Dasselbe wird Jerusalem. Talmud 1, 9 von dem Proselyten Ekilas (עקילס הגר) mit der kleinen Abweichung berichtet, er habe seine Uebersetzung R. Elieser und R. Josua vorgelegt, die sich über sie lobend aussprachen. Wir besitzen noch Bruchstücke einer griechischen Uebersetzung, die die Aufschrift *AxoXa; führt*), man erkennt leicht, dass Ekilas und *AxoXa? identisch sind. Im jerus. T. wird an mehreren Stellen die griechische Uebersetzung des Ekilas angeführt * 2). Da Mehreres, was im jerus. T. von Ekilas, im bab. T. von Onkelos erzählt wird, hat Rapoport3) die Vermuthung aufgestellt, Ekilas und Onkelos sei die Benennung ein und desselben Uebersetzers ף Diese Bruchstücke sind von Montfaucon aus den Kirchenvätern in seiner Hexapla gesammelt. Manche Stellen lassen über ihre Authenticität keinen Zweifel zu, bei anderen ist zweifelhaft, oh sie nicht Symmachus oder Theodotion angehören, die ebenfalls die Schrift in’s Griechische übersetzt. Örigenes (3. .Tahrh.) hatte nämlich eine die Schrift und ihre griechischen Uebersetzungen enthaltende Sammlung angelegt: auf jeder Seite standen in sechs Columnen Original und Uebersetzungen einander gegenüber. Durch Abschreiber wurden die Columnen untereinandergeworfen und es ist oft zweifelhaft, welchem Uebersetzer die Ueber- Setzung angehöre. 2) Diese Stellen sind gesammelt bei Asaria Di Rossi, Meor Enajim c. 45. Da sie auch nichtpentateuchischen Büchern angehören, so ergiebt sich aus ihnen, dass Ekilas nicht den Pentateuch allein übersetzt habe; wenn es dennoch in den oben angeführten stellen des j. T. heisst תירגם התורה לפני ר' אליעזר ור' יהושע ס0 י וקילסו אותו ist hier התורה ■wegen des folgenden /לפני■ ר' אליעזר וכן gegeben, die Uebersetzung des Pentateuchs legte er R. Elieser und R. Josua vor, hierdurch ist jedoch nicht die Uebers. der nichtpentat. Bücher negirt, diese mag er nach dem Tode dieser beiden Lehrer verfasst haben. Ygl. weiter S. 6, Anm. 2. 3) Kerem Chemed 7. Jahrg. S. 223.