Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Journal
- Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Volume
- 1871
- Date
- 1871-01-01
- Page
- – (sequence 129)
- Language
- German
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126 B) Ein fernerer Widersprach gegen R. ASCHER ist bereits oben (S. 125, d) angeführt worden. 4) 465, 1 widerspricht einer der aufgestellten Punkte (der oben S. 123, 5 in der Rubrik ba angeführt ist) der Meinung R. ASCHER’s zu SuJcJca III. § 14. E. Der Lehrer des Verfassers stimmt mit NACHMANIDES überein in folgenden Fällen: 1) 268, 3: ועור ראיתי בעגין מצור. זו [של קידוש השם] בספרי מורי י״א שבכל אשה שקידושין תופסין בה כגון אלמנה לכ״ג גרושה וחלוצה לכהן הדיוט ממזרת ונתינה לישראל בת ישראל. לנתין ולממזר שאינן עריות ליהרג עליהן• Hiermit vgl. man NACH- MANIDES in den Hüchamot zu Sank. VIII, wo חייבי לא וין nicht zu den als עריות geltenden Eheverboten gerechnet werden. (Für das Gegentheil entscheidet sich R. NISSIM zu ALFASI, Pesach. II Auf.) 2) 161, 3 (s. S. 123, 4 und S. 124, 2) wird: a) עוף הדורס erklärt im Einklänge mit NACHMANIDES bei VIDAL DE TO- LOSA zu 1,16 ה' מאכלות אסורות (wogegen allerdings K zu 3. Mos. 11, 13 nicht ganz klar sich ausspricht, aber mehr der Erklärung TAM’s sich zuneigt); ferner wird b) die oben (S. 123,4) angeführte Erklärung einer MischnaSteHe in Ueberein- Stimmung auch mit N. zu 3. Mos. 11, 13 gegeben. F. Der Lehrer unseres Verfasser st eht aber mit NACHMANIDES in Widerspruch: 1) in 321, 3., wie oben (S. 124, 1) gezeigt worden ist. 2) 325 ist der Bescheid (S. 122, A, 1) abweichend von NACHMANIDES bei VIDAL DE TOLOSA zu Eilch. Jom tob 7, 14. 3) 161, 3 sind die S. 124, 2 in b und c namhaft gemachten Punkte in Widerspruch mit N. zu 3. Mos. 11, 13. 4) Ueber 465, 1 s. unten § 5, Nr. I, 9. 5) 596, 3 (S. 123, 6 besprochen) ist in Widerspruch mit Milchamot zu Sank. 28b (gegen R. Serachja im Maor*2. St. unter ואם תשאל). G. Wir haben aus dem Vorangehenden erkannt, dass der Lehrer unseres Verfassers ein Mann gewesen, def sich ein gewisses Mass von Selbstständigkeit den angesehensten Lehrern seiner Zeit gegenüber gewahrt hat. Bei näherer Betrachtung finden wir, dass seine abweichenden Behauptungen und Erklärungen zum Theil von Anderen entlehnt sind, zum Theil von ihm selbst herrühren können: mit Gewissheit ist dergleichen auf diesem weiten Literaturgebiete allerdings kaum auszusprechen. 1) Eine Entlehnung oder Combination fremder Ansichten liegt, ausser den bereits angegebenen Berührungen mit NACHMANIDES, BEN ADERET und R. ASCHER, erweislich in folgenden Fällen vor: