Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Journal
- Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Volume
- 1871
- Date
- 1871-01-01
- Page
- – (sequence 124)
- Language
- German
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121 Autorität galt. — Wir hätten eigentlich nur die für uns erweisliche Uebereinstimmung oder Differenz, anzugeben nöthig, wollen jedoch einige zweifelhafte Punkte der Vollständigkeit halber noch ansehliessen. A. Uebereinstimmend sind: 1) Die S. 114, A, 2 mitgetheilte Stelle aus GMnnuch 220, 4 und R. ASCHER zu JBerachot Per. VI. Anf. 2) 592, 3 (mitgetheilt S. 117 unter 18) und R. ASCHER zu Baba mez. IX, § 48. 3) 596, 3: ודרך כלל למדונו מורינו י״א בעניין ערות שכל שידע עדות לחברו והיה בתחלתו בכשרות כלו' שלא היה פסול לו ונפסל בנחיים וחזר לכשרות כגון שנתרחק כשר הוא להעיר לו אע״פ שנפסל בנתיים ואם היה חחלתו בפסלות אע״פ שסופו בכשרות פסול ואצ״ל תחלחו בכשרות וסופו בפסלות שפסול כיון דבשעת העדות הוא פסול und r. ASCHER zu Sariheär. HE, § 21 (s. S. 120, E). B. Es widersprechen einander: 1) Die Meinung des Verfassers, welche hervorgeht aus den Worten in 241, 4: ועוד הפריזו על מרותם לומר עוד שאפילו [הדיין] הטועה בדבר אחד שפסק אהד מן הגאונים או מן החכמים המפורסמים ביננו בחכמה כטועה בדבר משנה משוינן ליה אלא אם כן יאמר אותו הב״ר שאע״פ שהיה יורע ונזכר דעת אותו הגאון או החכם לא היה דן כמוהו ולא ישוב בשבילו מלדון דיניו כדעתו והוא שיהא ראוי לכך und r.. ASCHER zu Scmhedr. IV, § 6. Denn der Vorwurf der Uebertreibung (הפריזו על מרותם) schliesst den Widerspruch GhinnucJis gegen die angeführte und von R. ASCHER eben gelehrte Ansicht in sich. Ja dieser tadelnde Ausdruck ist es vorzugsweise, der es uns zweifelhaft erscheinen lässt, ob unser Verfasser überhaupt bei den zeitgenössischen Autoritäten auch R. ASCHER hn Sinne gehabt. v 2) 389, 3 wird das Verfahren bei der Lösung eines erstgebornen Sohnes übereinstimmend mit B. ADERET ausführlich dargestellt. Die dabei vorkommendeBenedeiungsformel אשר קדש עובר ממעי אמו wird zwar von R. ASCHER gleichfalls angegeben, aber nach der abweichenden Fassung, welche auch NACHMANIDES (Hüch. Bechorot föl. 98a ed. Pressb.) bietet, und am Schlüsse sagt R. ASCHER: ונהגו לברך ברכה זו בארצות הללו, ובצרפת ובאשכנז לא. נהגו לברכה, ולא מצינו שמברכין שום ברכה שלא הוזכרה במשנה או בתוספתא או בגמרא וגם ראשית הברכה איני מבין וכל (zu Kidduschin I, § 41; vgl. dens. zu Bechorot VH, § 8 und in הלכות 1 § פדיון בכור). 3) Die aus 420, 3 oben (S. 117, 10) mitgetheilte Stelle widerspricht entschieden der Meinung R. ASCHER’s (Büch. TefiTlin, § 5), welcher nach dem Vorgange von Semag, Gebot 22, beiderlei Tefillin zugleich anzulegen räth. 4) 539, 4 (mitgetheilt S. 120, 8) ist gegen R. ASCHER’s GA. 26, 1. C. Zweifelhaft ist die Uebereinstimmung in folgenden Fällen: 1) Die S. 117, B, 1 mitgetheilte Stelle aus 273, 3 verglichen mit R. ASCHER