Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Journal
- Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Volume
- 1871
- Date
- 1871-01-01
- Page
- – (sequence 108)
- Language
- German
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105 Man vergleiche ferner die Tibbon’sehe Uebersetznng von Verbot 163 mit dem Citat bei NACHM ANIDES das., der einen Auszug der Stelle giebt, und Ghinnuch 155, 1, wo eine fast wörtliche Benutzung vorliegt1). — Bei einer Vergleichung der Tibbon’sehen mit den hei NACHMANIDES und im Ghinnuch erkennbaren Fragmenten jener in Spanien verfassten Ueher- Setzung wird man der letzteren den Vorzug einer gewandteren und verstandlicheren Sprache kaum absprechen können, wiewohl jene in manchen Fällen allerdings gerade die geläufigeren Ausdrücke gebraucht. Von den sprachlichen Eigenthümlichkeiten der beiden Ueber- Setzungen geben wir im Folgenden einige der oft wiederkehrenden Beispiele, die sich bedeutend vermehren Hessen. Theilweise ist nur der überwiegende, nicht der ausnahmslose Gebrauch eines Ausdrucks dieser oder jener Uebersetzung eigen. Tibbon. אזהרה, הזהיר, הוזהרנו וכו' אסורים בשני מסנהדרין, מנזיר בשעת השמד גדר מלקות או מיתה הנאה הנביא ע״ה (משה) חיוב ידוע מספר סבה פשט הכתוב רמז שרש (2מניעה׳ מנע, נמנענו ובו׳ נמנעים בפרק שני מסנהדרין, מנזיר בעת צרה גבול מלקות או הרג עריבות השליח ע״ה חובה מפורסם מנין טעם נגלה בלשון הכתוב הערה עיקר B. Der Unterschied der Uebersetzungen an sich reicht aber nicht hin, um Schwierigkeiten anderer Art zu erklären, welche sich bei Vergleichung unseres 0 An dieser Stelle bietet unser Sefer hamizwot (schon in der ed.pnnc.) ,אמרר ׳3 חורהl3 falsche Auflösung von א״ךן, wofür in der Parallelstelle bei Ghinnuch richtig אמר התרגום steht. 2) Diesen in der Bedeutung von » Verbot« und »Verbieten« sonst nicht sehr gewöhnKchen Ausdrücken begegnen wir auffallend oft in dem Pentateuch-Gommmtar des NACHMANIDES. Sie sind ihm offenbar durch den Einfluss der besprochenen aus Spanien stammenden Uebersetzung geläufig geworden. Da er nun aber von der talmudischen Literatur her הזהיר , אזהרה u• s. w. in jener Bedeutung nicht minder gewohnt war, so gebraucht er diese zugleich Tibbon’schen Ausdrücke ebenso oft. Eine Verbindung beider in einer und derselben Stelle zeigt uns z. B. der Commentar zu 2. Mos. 20, 8.