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Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung · 1871-01-01 · 1871 · page 104

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Journal
Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
Volume
1871
Date
1871-01-01
Page
– (sequence 104)
Language
German
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IRI
…/2720904-2720939--103-2722525
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Anhang. § 1. Etwas über die Doppelgestalt Maimonidischer Werke. I. Bei der naheliegenden Yergleichung Ohinnuch’s mit dem Sef er hamizwot des MAIMONIDES bemerkt man sehr bald die vielen kleineren und grösseren Abweichungen in den benutzten wie in den wörtlich angeführten Stellen des S. Jiam., denen wir im Ohinnuch begegnen. Da in letztgenannter Schrift, deren Tendenz gemäss, verdeutlichende Umschreibungen und Einschaltungen auch bei sonstigen Citaten sehr gewöhnlich sind, so legt man zuerst auf jene Verschiedenheiten kein Gewicht, bis deren unveränderte Wiederholung es immer deutlicher zeigt, dass die Ursache denn doch in etwas Anderem gesucht werden müsse als in der Absicht oder Willkür des benutzenden oder anführenden Schriftstellers. Leichter und schneller ergiebt sich dieser Schluss bei einer Vergleichung des Sef. ham. mit den aus demselben angeführten Stücken in den Einwürfen (השגות) des NACHMANIDES, da sich sehr bald herausstellt, dass derselbe die Citate zwar durch Weglassungen abkürzt und auf die Mittheilung des Wesentliehen einschränkt, andere Aenderungen aber vorzunehmen weder beabsichtigt noch irgend einen Anlass hat. A. Eür’s erste nun ist offenbar der Grund der Varianten bei beiden Schriftsteilem die an sich nicht unbekannte Thatsache, dass neben der bei uns gangbaren hebräischen Uebersetzung des ursprünglich arabischen Sef. hamizwot von MOSE IBN TIBBON, noch zwei andere verfasst worden sind, deren Eine sehr gerühmt wird und einen Landsmann des Nachmanides sowie des Verfassers des Ohinnuch zum Urheber hat, nämlich ABRAHAM HALEVI B. CHASDAI aus Barcelona1). Wir wissen dies aus dem nicht in allen Ausgaben des Sef. ham. 2I abgedruekten Vorwort des Uebersetzers MOSE IBN TIBBOK Es lässt sich aber aus den Anführungen bei NACHMANIDES und im Ohinnuch eine ganz ansehnliche Sammlung von Fragmenten jener bei uns in Vergessenheit gerathenen Uebersetzung *) Ueber ihn s. Steinschneider im Catal Boäl. p. 1235—1240; jelhnek in dem Vorwort zu bachja’s חובות הלבבות s. IX; graetz Gesch. d. J. VI, 230. — Der andere Uebersetzer ist bekanntlich salomo b. josef ibn ajub aus Granada (Codex de rossi 221 u. 1234; vgl. Steinschneider a. a. 0. p. 1881.) 2) Z. B. nicht in ed. Berlin 1733.

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