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Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung · 1871-01-01 · 1871 · page 88

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Journal
Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
Volume
1871
Date
1871-01-01
Page
– (sequence 88)
Language
German
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IRI
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85 Eine Bestätigung hiefür ist im Grunde auch jene Verwechselung des Verfassers mit seinem Namens-, Orts- und Zeitgenossen R. AHRON B. JOSEF HALEV11) aus Barcelona ן dem literarischen Gegner des BEN ADERET, Verfasser der Schrift Bedek hahajit und der Erläuterangen (Ghidduschim) zu mehreren Tractaten des Talmud, von denen uns die zu Besä2) und Ketulot3), allerdings nur lückenhaft, erhalten sind. Nichts als eben die Namensgemeinschaft kann als Anlass für die Verwechselung angesehen werden, welche bei genauerem Zusehen nach allen Seiten hin sich als unhaltbar erweist. R• AHRON B. JOSEF HALEVI, der gefeierte Gesetzeslehrer4) und Rabbiner der angesehenen Gemeinden Toledo5), Saragossa6 7) und Montpellier1), der BEN ADERET sich wie ein Ebenbürtiger gegenüberstellte und ihn mit Erfolg angriff8) — und der Verfasser des Ghinnuch, der schüchterne, ängstliche Mann9), der es kaum wagt, eine volksthümliche Bearbeitung der Gesetze Ähron geheissen. Das aber beruht auf Missverständniss. Der Sinn jener Stelle ist klar: Die der eingehenden Betrachtung über das Heiligthum und dessen Zubehör vorangestellte Entschuldigung (התנצלות) gleicht der Reinigung und Weihe, welche Ahron einst mit des Verfassers Stammesgenossen, den Leviten, vorgenommen vor ihrem Eintritt in den Dienst des Heiligthums (4. Mos. 8,21 f.). — Wie abgeschmackt ist hingegen die symbolische Deutung, die den Worten des Verfassers in jener Randbemerkung gegeben wird! — In derselben wird der Verf. als »Levit oder Priester« bezeichnet, während er selbst in der Umleitung sich, wie wir oben gesehen haben, mit Bestimmtheit einen Leviten nennt. *) Bekannt unter der abgekürzten Bezeichnung רא״ה• 3) עזטה למסכת ביצהin dem Sammelwerke מראה האופנים vonjAc.B.ABR.FA1T0s1, Livorno 1810. 3) ספר חידועזי רבנו אהרן הלוי על מס׳ כחובות, Trag 1722. 4) רב מובהק nennt ihn r. nissim B. reuben in den Bescheiden des r. ISAAK b. SCHESCHET (ריב״ש) Nr. 39Ö. 8) Er kam dahin im J. 1286, blieb aber nur kurze Zeit (isaak Israeli in Jesod dlam 4, 18). 6) Bescheide des r. isaak b. scheschet 888. 890. 7) meiri's Einleitung zu Bet hdbechira föl. 18b ed. Wien 1854, auf welche Stelle graetz in d. Geschickte d. Juden VII, 175 und perles, B. Salomo b. Aderet S. 63 aufmerksam gemacht haben. 8) In dem genannten Bedek habajit, welches Einwürfe gegen des ben aderet Torat habajit enthält und ben aderet zur Abwehr in der Vertheidigungsschriffc Mischmeret habajit veranlasste. 9) Beispiele dafür sind in genügender Zahl bei verschiedenen Gelegenheiten gegeben worden. Man nehme hinzu die unentschiedene Sprache in 164, 1 und die Unselbständigkeit, welche 268, 3 sich in dem Satze ausspricht: אחר שכתבתי

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