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Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung · 1871-01-01 · 1871 · page 49

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Journal
Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
Volume
1871
Date
1871-01-01
Page
– (sequence 49)
Language
German
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46 2. Die anderen, hierher gehörigen Fälle sind so, dass sie uns neben der verfehlten Begründung eine an sich werthvolle Belehrung auch nicht darzubieten scheinen1). Drittes Kapitel. Die halachischen Einzelheiten in der Ausführung der Gesetze. Hätte der Verfasser des Chinnuch die Einzelheiten in der Ausführung der Gesetze aus den halachischen Quellen: Mischna, Mechüta, ג) So 182, 2 zu 3. Mos, 6, 6; — 138, 2 zweiter Theil zu 3. Mos. 7«17 ,־; — 155, 2 wird das Verbot der üblichen Trauerzeichen für die dienstthuenden Priester (3. Mos. 10, 6) so erklärt, als ob Trauer überhaupt die Ehrerbietung für das Heiligthum verletzte, während jene Trauerzeichen vielmehr wegen der Erinnerung an den Tod dem Heiligthume ebenso fern bleiben mussten, wie alles Todte und dessen Berührung (3. Mos. 22, 3—6 u. sonst); — 177, 2 zu 3. Mos. 14, 33 ff.; — 265, 2 über das Gebot für den Hohenpriester, sich nicht mit der gewesenen Frau eines Anderen zu vermählen (3. Mos. 21,13 f.), worüber maimonides (III, 49) sich freilich nicht ganz deutlich ausgesprochen, aber doch angedeutet hat, dass Ehre und Bang des-Hohenpriesters alleinige Ursache des Gesetzes sei: Chinnuch wollte Besseres geben, aber es ist gesucht und gänzlich verfehlt; — 274, 2 (zweiter Theil) über die zwei Weizenbrode am Wochenfeste zu 3. Mos. 23, 17 ist er auf rechtem Wege, erkennt jene aber schliesslich doch nicht als Dankeszeichen: — 370, 2 zu 4) לא יצוק עליו שמן• Mos. 5, 15) ist das im eignen Namen Bemerkte viel weniger »der schlichten Auffassung gemäss« (על צד הפשט) a^s das Anfangs aus dem Talmud (Sota 14a. 15a) Angeführte, was er ja auch gleich darauf (371, 2 Anf.), ähnlich wie maimonides (More III, 46) sich aneignet. — S. ferner 386, 2 im zweiten Theile des Verfassers eigne Ansicht über die Schaufäden (4. Mos. 15, 37 ff.). — 428, 2a philosophirt über das Gebet auf Kosten der natürlichen und einfachen Auffassung. — 555, 2 erklärt Chaliza (5. Mos. 25, 9) nicht zutreffend; auch maimonides {More III, 49) fasst dieselbe fälschlich als Abschreckungsmittel auf, inwiefern dergleichen nach der damaligen Sitte soll geschändet haben; richtig verweist b. samuel b. meer (רשב״ם) im Commentar z. St. auf die Parallele in Buth 4, 7 ff., nur bezieht er irrthümlich die symbolisch dargestellte Zueignung hier .auf das Erbrecht, ,während die Wittwe nur die freie Verfügung hinsichtlich anderweitiger Eheschliessung gewinnen soll, wie Boas dort das Einlösungsrecht von dem näheren Verwandten des verstorbenen Machion. — 569, 2 zu 5. Mos. 22, 9 ist sehr verunglückt; auch was dort einleitend gesagt wird, ist [anzufechten, da der Wein in Israel in Ehren stand (Ps. 104, 15) und sogar auf den Altar des Herrn gelangte (4. Mos. 15, 5. 7. 10 u. sonst.); das von Chinnuch angeführte Nasireat (4. Mos. 6) aber ist ein aussergewöhnlicher Zustand, in welchem allerdings jede Wirkung des Weines, wie für die Priester am Altar (3. Mos. 10, 8 ff.) vermieden werden sollte,, ohne dass sonst dadurch mässiger Weingenuss gemissbilligt ward. — 585, 2 über den »Hundelohn« (5. Mos. 23,19) ist so ungenügend, dass Chinnuch selbst am Schlüsse bemerkt: וא□ אמנה בני שאלה דברי ילדות הן עמם תתעורר וטעם זקנים חקה•

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