Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Journal
- Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Volume
- 1871
- Date
- 1871-01-01
- Page
- – (sequence 45)
- Language
- German
- Belongs to
- journal volume
- OCR quality
- 89% known words query
- IRI
…/2720904-2720939--044-2722466- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
42 durchaus nicht wie ein Eingeweihter. Er kennt die Punkte des schriftlichen G-esetzes, denen sie ihre Lehre anknüpften, kennt manche ihrer Aufstellungen wohl auch ihrem Wortlaute nach, aber die Annahme ihrer Berechtigung folgt ihm nur aus seinem ehrerbietigen Vertrauen in die bedeutenden Männer, welche die Kabbala vertreten1). An einzelnen Stellen schlägt er wohl auch selbst einen mystischen Ton an2); zuweilen sind seine Bemerkungen etwas überschwenglich und müssen erst einfacher gefasst und des mystischen Beisatzes entkleidet werden, um annehmbar zu erscheinen3). Doch beschränkt er sich zumeist darauf, in einer für uns noch immer störenden Weise auf die kabbalistische Begründung als die wesentliche und höhere hinzuweisen, während er seine schlichte Auffassung wie einen schüchternen Versuch hinstellt, der ihm allein erreichbar und für die zarte Jugend geeignet sei. Dabei lässt er es an demüthigen Ehrenerklärungen für die »an Wahrheit und Tiefe unerreichbare, alles Detail sicher deutende« Kabbala nicht fehlen4). Im Zusammenhänge damit. steht denn auch eine andere damals gangbar gewordene Vorstellung. Während MAIMONIDES noch alle Mühe daran setzte, zu beweisen, dass für jedes biblische Gesetz ein Grund vorhanden sei, ist man zur Zeit des Ghinnuch weit darüber hinausgekommen, indem man unzählige Gründe für die einzelnen Vorschriften annahm, unter denen nun den kabbalistischen der erste Bang zuerkannt ward; denn diese seien die mächtigen und starken Grundlagen (עיקרים גדולים וחזקים), auf denen das Gesetzessystem ruhe, während die schlichten, einfachen Gründe (פשטים) nur nebenbei auch 1l 98, 2:;עם היותי מאמין באמת כי יש למקובלים בענינים אלה חכמות נכבדות ואולם שמעתי כי יש למקובלים בכל אחד מן הפרטים טעמים :2 י104;וסודות נפלאים והאמנתי כי יש אל המקובלים סודות מופלאים במצות :2 י285;נפלאים וסודות עמוקים הלולב ושלשת המינין; Mer ist ■wohl an nachmamdes zu 3. Mos. 23, 40 gedacht. — 326, 2: □ועוד שמעתי מחכמים שיש בענין היובל סוד נפלא וכי בו נרמזו כל ימי עול 8°) ושניו nachmanides zu 3. Mos. 25, 2); dann weiter: גם בזה אמרו שיש ענק של חכמה גדול וטוב ידעוהו הם ולא ירצו למוסרו לכל אדם ואף כי לא נגלה לנו סודם השגתנו בדבר הזה VgL 428, 2. 2) S. die ohen S. 29 A. 8 angeführten Stellen. 8) So z. B. 292, 2 zu 3. Mos. 21, 11. — 362, 2 ist zugleich auch zu unbestimmt gehalten. 4) 95, 2 geg. Ende und die bereits angeführten Stellen 98, 2. 285, 2. 554, 2.