Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Journal
- Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Volume
- 1871
- Date
- 1871-01-01
- Page
- – (sequence 18)
- Language
- German
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15 »Etmahnung en« (Asharot), welche allenthalben und besonders zahlreich in;Spanien gedichtet wurden1). Freilich, meint MAIMONIDES, müsse mau die Verfasser dieser poetischen Stücke damit entschuldigen, dass sie Dichter und nicht talmudische Gelehrte seien2); allein seihst die in wissenschaftlicher Tendenz , verfassten Werke dieser Art folgten blindlings dem r. SIMON; ja ein in seiner — des MAIMONIDES — Zeit noch in grossem Ansehen stehendes »Buch der Gesetze« 3 * * * * 8) habe nur zum Theil sich von den Versehen dieses seines Vorgängers lösgesagt, während es anderen ebenso argen Verstössen unbedenklich sich anschliesse. In der That ist die Aufgabe nicht leicht, eine gegebene Zahl von Jhdt. (zunz, läteraturgesch. der synagogdlen JPoesie S. 23) und אחגור חיל לרומם הבורא im Siddur des b. ambam gaon (steinschneideb, Gatal. Bodl. S. 2206); der jetzt gedruckte Siddur desselben (Warschau 1865) enthält die Asharot nicht. 2) Die berühmtesten sind: a) Zwei Asharot von b. saadia gaon ',את ך אלהיך תירא und אנכי אש אוכלה (zunz a. a. 0. S. 98 fF.), deren Wiederentdeckung ein Verdienst steinschneidebs ist, veröffentlicht in קובץ מעשי ירי גאונים H S. 30 ff. (Berl. 1856); — b) Zwei Asharot von b. salomo gabibol (c. 1020—1070): אלהיך אש אוכלה (hei zunz a. a. 0. s. 194) und ׳שמור לבי מענה vielfach commentirt und gedruckt; — c) אמת יהגה חכי von elia hasaken in Le Mans (c. 1050), gedruckt in 'קובץ וכן II S. 55 ff. (s. w. heidenheim zum Machsor, Mussaf des ersten Tages des Wochenfestes, zu den Asharot אתה הנחלת im Anfang; ferner zunz a. a. 0. s. 126 ff.); — d) איזה מפום בינה von R• isaac b. buben aus Barcelona (albakgeloni), Rabbiner in Denia (1043 bis nach 1103), mit Commentar von MOSE muati gedruckt in Livorno 1655 (s. zunz S. 201 und geigeb, Jüdische Dichtungen S. 10 ff). 2) Dass diese Aeusserung nur von der Mehrzahl der Verfasser gelte, die hervorragendsten (s. Anm. 1)' also auszunehmen seien, bemerkt schon asulai (Schein hagddlim cd. ben-jacob II S. 4). Doch folgen auch diese den Sdlachot gedolot in den von maimonides gerügten Punkten. 8) Vermuthlich das vielfach angeführte arabische ספר מצות von chefez b. jazliach, welcher im 10. Jhdrt. wahrscheinlich in Kairoioan lebte. Ueber den Mann und sein Werk s. zunz in den Addend. zu haabbrüecker’S Tanchumi Hierosolymitani commentarii in Prophetas ardbici specimm jp. 53. maimonides hat jedenfalls das Buch nicht nur genau gekannt, sondern auch in seinem Mischna-Commentare benutzt; dies gereute ihn später, weshalb er denn auch manche Berichtigungen in demselben vomahm (s. dessen Gutachten 140. 142). Aus den Citaten bei maimonides (a. a. 0. 140) , bei ibn gannach (mitgetheilt im Kerem Ghemed Y S. 39 unter .,ראך) und bei ibn JABCHI, (Hamanhig, Sukka 18) ersieht man, dass es ein Compendium war, welches ungeachtet seiner Kürze die gesetzlichen Vorschriften doch ziemlich detaillirt dargestellt hat. Daher nennt MAIMONIDES (a. a. 0.) den Verfasser כותב הדעין•