Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Journal
- Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Volume
- 1871
- Date
- 1871-01-01
- Page
- Seite 3 (sequence 7)
- Language
- German
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4 ß. AHRON B. JOSEF HALEYI, Verfasser des uns vorliegenden Buches sei. Zwar sind in letzterer Hinsicht neuerdings Zweifel und werthvolle Bemerkungen ausgesprochen worden; aber eine umfassende Untersuchung der Schrift in dieser wie in jeder anderen Beziehung ist bisher noch nicht unternommen worden, und doch ist es ein Akt der Gerechtigkeit und Dankbarkeit, die die Nachwelt einem in ruhrender Bescheidenheit unternommenen Werke schuldet: die Leistungen desselben lediglich nach der kundgegebenen eignen Tendenz zu beurtheilen und das Dunkel, welches über manche Punkte gebreitet ist, so weit es eben möglich ist, zu durchbrechen. Um nun dieser Aufgabe zu entsprechen, erörtern wir der Reihe nach: 1. Den allgemeinen Charakter der Schrift. 2. Die Gesichtspunkte in der Bearbeitung ihres Stoffes. 3. Den Werth des Buches. 4. Die Quellen. 5. Zeit und Ort der Abfassung. 6. Verfasser. 7. Veröffentlichung des Buches. Zum Schlüsse wollen wir in einem mehrere Nummern umfassenden Anhänge theils Anmerkungen hinzufügen, deren Ausführlichkeit die Abhandlung störend unterbrechen würden, theils beiläufige Erörterangen, die mit dem eigentlichen Gegenstände in minder engem Zusammenhange stehen. Erster Abschnitt. Allgemeiner Charakter der Schrift. Dass der Verfasser zunächst die religiöse Belehrung der Jugend bei der Abfassung seiner Schrift im Auge hatte, ergiebt sich schon aus dem vorwiegenden Tone desselben1), wird aber überdies an verschiedenen Stellen von ihm selbst hervorgehoben. In erster Linie sind es sein eignes Kind, ein Knabe in zartem Alter, und dessen a) Näheres hierüber s. unten im dritten Abschnitte.