Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Journal
- Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Volume
- 1870
- Date
- 1870-01-01
- Page
- Seite III (sequence 5)
- Language
- German
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in E. Cohn in Kreuzburg, Frau Rosalie Loewy hier, sei Frau.Sklower hier. Laut Protokoll der jüngsten Revision vom Januar 1869 zählt die Seminarbibliothek an Manuscripten 116 Nummern in 124 Bänden, an hebräischen Druckwerken aus dem fünfzehnten Jahrhundert 50 Nummern in 58 Bänden, an Druckwerken aus dem Zeiträume vom sechszehnten Jahrhundert bis in die neueste Zeit hebräische 3691 Nummern in 4263 Bänden, nicht hebräische 2774 Nummern in 4525 Bänden, in Summa 8841 Bände an Druckwerken. Im Jahre 1857 wurde mir das Amt eines Bibliothekars der Seminarbibliothek übertragen. Als solcher habe ich für die hebräisehen Werke einen Standkatalog nach alphabetischer Ordnung der Büchertitel, für die nicht hebräischen Werke einen alphabetischen nach den Namen der Verfasser geordneten Catalog entworfen. Diese verschiedenartige Anordnung, in welcher ich übrigens dem Beispiele Anderer gefolgt bin, hat ihren Grund darin, dass Autoren hebräischer Werke ihre Arbeiten mit einem Titel zu versehen pflegen, der in der Regel nicht den sachlichen Inhalt des Werkes angiebt, sondern eine Anspielung auf den Namen des Verfassers oder durch Zahlbedeutung seiner Buchstaben (גימטליא) eine Beziehung auf die Verhältnisse des Verfassers ausdrückt. Während also der Titel eines nicht hebräischen Werkes den Inhalt desselben und des Verfassers Namen anzeigt, lässt der Titel eines hebräischen Werkes meistens nur den Namen des Verfassers, aber nicht׳ die behandelte Materie erkennen. Trotzdem sind die nichtssagenden Titel gewissermassen als Schlagwörter im Allgemeinen bekannter, als selbst die Namen der Verfasser. Hat nun einerseits eine solche Anordnung den praktischen Vorzug, dass sich ein Jeder sofort eines solchen Catalogs bedienen und die gewünschten Werke auffinden kann, so tritt doch andererseits der Nachtheil hervor, dass Werke eines und desselben Verfassers unter verschiedenen Buchstaben des