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Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung · 1869-01-01 · 1869 · p. Seite 107

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Journal
Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
Volume
1869
Date
1869-01-01
Page
Seite 107 (sequence 109)
Language
German
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107 dem Gedächtnisse einprägten, Jahrhunderte hindurch als Gedenktage1) von den Juden ausgezeichnet worden sind.2) Ueher die Heimath unserer Schrift sind in neuerer Zeit die verschiedensten Urtheile abgegeben worden. Gfrörer,3) Grimm,4) Davidson5) setzen den Verfasser nach Alexandria; Langen6) hält ihn für einen Palästiner; Dähne7) will es dahingestellt sein lassen, ob er in Alexandria oder in Palästina gelebt habe, und Ewald8) nimmt an, dass er 'ein ächter Hellenist etwa in Aegypten oder sonstwo ausserhalb des heiligen landes lebend war* Welche Gründe hat man für die eine oder die andere Ansicht geltend gemacht? 'Aber (der Verfasser war) — sagt Gfrörer — kein palästinischer (Jude), 'denn woher hätte er dann seine reine griechische Sprache und 'seine Schulrhetorik, woher jene eigenthtimlichen, religiösen Vorstellungen, 'die so bedeutend von den palästinischen abweichen und insgesammt 'auf Alexandria kindeuten. Wir befürchten nicht, Widerspruch zu finden, *) Solche Freuden- und Trauertage verzeichnet der Talmud an mehreren Orten, die 'Fastenchronik5 Jer. Talm. II, 14, Babyl. Taan. 17b, Separatausgabe Amst. 1711; Halach. Gedol. Hilch. Tisdiah Bah und Hilch. Hesped in grosser Zahl. Hier findet man die Tage, an denen Moses, Miriam, die Söhne Aarons starben, an denen Gedaliah ben Achikam, R’ Akiba, R5 Chanania getödtet wurden. In der gaonäischen Zeit beging man den Todestag eines bedeutenden Mannes, indem man sich auf seinem Grabe versammelte, betete und wahrscheinlich Gedächtnissreden hielt s. Duke’s Blumenlese p. 249. 2) Wahrscheinlich sind auch die Worte 271, 5: των μεν ούν αρετών επέΰτη μοι έπαινεΐν τους -κατά τούτον (mit 21) τον καιρόν υπέρ της κοιλοκάγα&ίας άπο&α- νόντας μετά της μητρός άνδρας als Hinweis auf den Gedenktag anzusehen, an dem die in der Rede gepriesenen Märtyrer gestorben sind. Denn eine Zeitangabe, auf die sich κατά τούτον τον καιρόν beziehen könnte, geht nicht vorher. Vergl. den wörtlich übereinstimmenden Ausdruck 1. MB. 4, 54 κατά τον καιρόν καϊ κατά την ημέραν εν η εβεβηλωβαν αυτό τά ε&νη, εν εκείνη ένεκαινίβ&η. In dem jüdischen Gebete für die Cbanukahfeier heisst es '(Wir danken dir) für die Wunder, welche du unseren Vätern gethan in diesen Tagen, um diese Zeit5 (ΓΠΠ pG DPin D^DG). Zu übersetzen sind daher die obigen Worte: ‘So ist mir nun die Aufgabe geworden (έπέατη μοι), die zu preisen, welche um diese Zeit (d. h. um die Zeit des Gedenktages) für die Tugend als Männer starben5. 3) a. a. 0. II p. 175; ebenso Zunz G. V. p. 123. * 4) Zum IV MB. p. 289. 293; zum I MB. p. XI. 6) An introduction to the old test. bei Langen a. a. 0. p. 76. 6) Daselbst. 7) a. a. 0. p. 191. 8j a. a. 0. IV3 633.

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