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Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung · 1869-01-01 · 1869 · p. Seite 68

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Journal
Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
Volume
1869
Date
1869-01-01
Page
Seite 68 (sequence 70)
Language
German
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68 gewesen sei (282, 4f. ') 287, 32 f, 301, 10)*); dass, von dem unerwarteten Heldenmuthe seiner Gegner erschreckt, Antiochus von Jerusalem unverrichteter Sache abgezogen, dass das Vaterland durch sie gerettet worden sei (271, 11 f. 301, 28 f.), schon diese Versicherung musste die Zuhörer über die Schrecknisse der geschilderten Scenen erheben; denn sie lässt den Untergang der Märtyrer nicht als fruchtloses Opfer, sondern als einen Act geschichtlicher Nothwendigkeit erscheinen. Aber unser Mitleid ist aufs Tiefste durch ihren qualvollen Tod aufgeregt worden und lässt sich von diesem Gedanken allein nicht zur Ruhe weisen. Unser Gefühl verlangt die Vergeltung des Verbrechens, dem sie zum Opfer gefallen sind. Der Unsterblichkeitsglaube* * 3) liefert unserm Verfasser die Motive, durch die er den Forderungen der poetischen und der sittlichen Gerechtigkeit volle Genüge leisten kann. Das feste Vertrauen auf Gott (πίστις)4) gewährt den Märtyrern die Hoffnung, dass ihr Tod nur eines neuen glückseligenLebens Anfang sein werde (300, 9). rWeihen wir der Hut des Gesetzes i) 282, 7 wird άντίιρνχον in ß S B C D (άντίλντρον in A) durch die Parallele mit τια&άρβιον (—6) und durch Vergleichung von 301, 10 geschützt. Lucian hat das Wort für würdig gehalten, in seinen Lexiphanes (10) aufgenommen zu werden. a) In den talmudischen Schriften kommen Anklänge an die Lehre von der Versöhnung durch den Tod der Frommen nur sehr selten und nicht in dogmatischer Starrheit, die für dergleichen Ansichten der Talmuds überhaupt nicht keimt, sondern als "vereinzelte Privatmeinung vor z. B. Moed. Kat. 28 a: 'Es sagte R’ Eleasar: Warum steht die Erzählung von den Priestergewändern neben der vom Tode Aarons? Weil der Tod der Frommen versöhnt, wie die Priestergewänder versöhnen.’ ΠΟ? ΠΙΊΓΟ 'Χώ ρΠΝ ηη*·0 PDDDJ : Ίϊ^Ν '1 ΊΟΝ) .ήΊΕΟΟ )Γ1ΙΤ0?]Ν ΡΊΕΟΟ π:ηΠ3 Ή:ο Darzulegen, wie diese Lehre weit über die Anschauungen des IV MB. und des Talmuds hinaus im N. T. fort entwickelt wurde, ist nicht die Aufgabe dieser Untersuchungen. Auch sonst sind der Berührungspunkte zwischen dieser Rede und den neutestamentlichen Schriften viel weniger, als unser von christlichen Abschreibern stark interpolirter Text auf den ersten Blick es glauben macht. S. Note 14. 3) Die Eschatologie der Apokryphen, Philo’s und des N. T.’s ist so häufig dargestellt worden, dass ich mich im Nachfolgenden mit den dürftigsten Nachweisungen begnügen kann. 4) πίΰτις in diesem Sinne (297, 21. 299, 23. 300, δ) entfernt sich nicht vom klassischen Gebrauche des Wortes und ist mit dem neutestamentlichen Begriffe nicht zu vergleichen.

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