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Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung · 1869-01-01 · 1869 · p. Seite 26

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Journal
Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
Volume
1869
Date
1869-01-01
Page
Seite 26 (sequence 28)
Language
German
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26 strengen Gesetzen der klassischen Prosa in’ Menge finden, so lässt sich das Meiste durch Analoga aus der Profangräcität der spätem Zeit rechtfertigen1). Manches muss als blosses Citat2) von der Rechnung des Verfassers abgesetzt werden oder wird in einem reineren Texte gänzlich verschwinden3). “ Idiotismen und Solökismen aber, wie sie die Bibelübersetzungen, die Apokryphen und die Schriften des N. Testaments in so lästiger Menge darbieten, sind hier fast gänzlich vermieden4). Auch in der Verwendung des reichen Wortschatzes, den die griechische Sprache darbot, steht unser Verfasser den Profanscribenten der χοινη viel näher, als den jüdischen Hellenisten, die aus den Uebersetzungen der Bibel uns bekannt sind. Bei diesen hat der Gegensatz, der jüdische und griechische Anschauungen in den tiefsten Fragen des Lebens trennt, auch die Bedeutung der Worte ergriffen, umgestaltet, was dem jüdischen Geiste sich nicht fügen wollte, neugebildet, x) &εε (282, 3), über das noch Winer Gramm, p. 61 ein so hartes Urtheil fällte, ist nach Krüg. Gr. § 16,1, 2 weniger anstössig. Ueber νοδς (272, 29) s. Lob. zu Phryn. p. 453. Ueber γελάσεις (280, 1) (das sich auch in den Sibyll. 1. v. 182 ed. Alex, findet) s. Matth. § 180; Kr. das. § 40. οιμώξεις (292, 7), obgleich nicht selten im spätem Griechisch, ist mit B, Df, Bk. in οίμώξη zu verwandeln, φαίνομαι ist häufig mit Inf. statt mit Partie, verbunden (270, 7. 272, 21. 273, 6. 274, 2. 24). Man wird es nicht wagen dürfen, überall das Part, zu corrigiren oder den Inf. auf andere Weise fortzuschaffen, darum weil 58 272, 21 das Part., A 274, 24 δύναται statt φαίνεται schreibt. Der Compar. nach όντως mit nachfolgendem ώστε ist 287,15 von Bk. mit 51 entfernt worden und auch 289, 13 wird καυστικόν zu schreiben sein. (Ueber die Verbindung des όντως mit Compar. s. Lob. zu Phryn. p. 424.) 280, 3 ff. ist die Lesart zweifelhaft. 280, 3 hat a, 280, 4 a S den Indic. nach iav; Andere codd. schreiben den Optat. Vgl. über diese Structur Klotz zu Dev. II p. 459. Eigenthümlich unserem Ps. Josephus ist der Gebrauch der Activa von Verben, die sonst meistens im Pass, oder Med. anzutreffen sind. So έχδιαιτάω 277, 19; ηαρακελεΰω 278, 10 (S. Polyb. 7, 16, 2. 16, 20, 8 und Andere) τιμωρέω mit Acc. im Sinne von 'strafen’ 288, 1 findet sich auch in guter Prosa. (Ich lese τιμωρησειεν mit a S A B). Mit 58 lese ich V, 24 Ιαοδυναμεϊν statt Ισονομεϊν in 51. Ueber den Sinn der Stelle s. unten. 2) 273, 8 ovx, inι^υμησεις την γυναίκα (s. Exod. 20, 17. Deuter. 5, 21). Wahl Lex. zu den Apokr. s. v. έπι&νμέω hätte also die Stelle nicht für den Sprachgebrauch von IV MB. anführen sollen. 301, 5 ist ηάντες oi ηγιασμένοι υπό τάς χεΐράς σου (s. Deuter. 33, 3) nicht auffällig. S. Beruh. Syntax p. 267. 3) S. Note 10. 4) Nur in den von der Predigersitte dem Redner vorgeschriebenen Formeln finden wir 303, 7 αίώνας των αιώνων, ebenso wie 271, 16 δόξαν διδόναι.

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