Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Journal
- Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Volume
- 1869
- Date
- 1869-01-01
- Page
- Seite 25 (sequence 27)
- Language
- German
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25 ένταν&α γέρων ίερενς χαι γυνή γέραιά χαι επτά παΐδες έγχεχη- δευνται διά τυράννου βίαν την *Εβραίων πολιτείαν χαταλυσαι 5 &έλοντος' οϊ χαΐ εξεδίχηΰαν το ε&νος εις &εδν άφορώντες χαι μέχρι θανάτου τάς βαΰάνονς νπομείναντες, I δ γέρων. 6 τον &εόν. Hier sind ein greiser Priester, eine greise Mutter und sieben Brüder bestattet, getödtet durch eines Tyrannen Gewaltthat, der der Hebräer Gesetze vernichten wollte. Sie haben ihr Yolk vertheidigt, indem sie auf Gott schauten und bis in den Tod alle Leiden er- trugen. Wenn dies Motiv auch nicht neu war, so ist es doch wohl nie an passenderer Stelle benutzt worden. Das nun Folgende (300, 25—303, 7) giebt nach den Kegeln der alten Techniker eine pathetische Ausführung der Schlussgedanken: Bewunderung der Märtyrer mischt sich mit leidenschaftlicher Anklage des Tyrannen; auf eine mahnende Ansprache an die Zuhörer folgt der Hinweis auf die gerechte Vergeltung, die dem Tyrannen und den Märtyrern zu Theil geworden ist; den Schluss macht eine geschickt angefügte Doxologie. Viel schwieriger als über den Charakter des Stiles ist bei dem elenden Zustande des heute uns vorliegenden Textes jedes Urtheil über die Correctheit der Sprache. Denn hierbei handelt es sich nicht um die trotz mancher Verunstaltungen nicht zu verkennende äussere Farbe des Ausdrucks, sondern um oft geringfügige Einzelheiten, um die kleinsten Glieder der Rede, die das Schicksal vielfacher Verderbungen im ausgedehntesten Maasse erlitten haben. Bei dem geringen Umfange der Schrift lässt sich auch nicht überall das durch die Ueberlieferung verdorbene Einzelne durch analoge Stellen berichtigen; nur die grösste Vorsicht kann es verhüten, Sünden der Abschreiber und Herausgeber dem Verfasser aufzubürden. Doch lässt sich Folgendes mit einiger Sicherheit behaupten. Ps. Josephus ist mit Fug und Recht in Allem, was Formenlehre und Syntax angeht, den bessern Schriftstellern der κοινή an die Seite zu stellen. Ueber die kunstvolle Gliederung und Verbindung der Sätze ist schon oben (S. 21 f.) das Nöthige beigebracht worden; und wenn sich im Uebrigen von der grammatischen Richtigkeit der Sprache auch nicht das Gleiche sagen lässt; wenn sich auch Abweichungen von den