Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Journal
- Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Volume
- 1869
- Date
- 1869-01-01
- Page
- Seite 23 (sequence 25)
- Language
- German
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23 της τεχνών φιλίας χυριεύει, διά χαχίαν αυτά χολάζων, χαΐ της φίλων ΰυνη&είας δεΰπό- 10 ζει, διά πονηριάν αυτούς εξ- ελεγχων. 7 των τέκνων. lenkt die Liebe zu den Kindern, inclem es um ihrer Sünde willen sie bestraft, und leitet auch die Anhänglichkeit an die Freunde, indem es um ihrer Schlechtigkeit willen sie züchtigt. In gehobenster Sprache schliesst dieser philosophische Theil, der somit auch äusserlich von der nun folgenden historischen Partie (275, 31—278, 7) sich sondert. Denn kaum erkennt man in der zwar sorgfältig, aber doch einfach geschriebenen Erzählung der Ereignisse, die den furchtbaren Kämpfen der Makkabäerzeit yorausgingen, denselben Schriftsteller wieder, der kurz vorher mit einer Fülle von zierlichen Bildern seine Bede geschmückt hat. Am klarsten tritt das hervor, wenn man diesen Bericht mit der in viel höherem Tone gehaltenen Erzählung aus dem Leben David’s (275, 2 ff.), oder auch nur mit der Darstellung derselben Ereignisse im Π MB. vergleicht. Mit dem Erscheinen Antiochus’ ändert sich die Sprache. Auf die noch ruhige Schilderung der Scenerie, auf die verhältnissmässig gemessene Bede des Tyrannen folgt eine immer höher und höher anschwellende Gegenrede Eleasar’s, die in prächtig gebauten Sätzen, in Exclamationen und leidenschaftlichen Prosopopoeien sich ergeht und mit einer kräftigen Anrede an den Tyrannen endet. Dann folgt die furchtbar anschauliche Beschreibung der Marterscene, die ein kurzes, zum Theil der ältern Vorlage entlehntes Gebet abschliesst (278, 7—282, 9). In schrillem Gegensätze zu dem Voraufgehenden ziehen einige im trockenen Tone eines Syllogismus geschriebenen Sätze (282, 9—21) die Folgerungen, die sich aus dem Vorhergehenden ergeben und führen damit die erschütterten Hörer zu dem philosophischen Gedanken und zu ruhigerer Betrachtung zurück. Daran aber knüpft sich eine von glühendster Bewunderung Eleasars überströmende, mit aller Pracht der Sprache ausstaffirte Betrachtung und Würdigung seiner That, in die nur hier und da das Thema hineintönt, an deren Schluss aber eine den Stoikern entlehnte Sentenz den philosophischen und den historischen Theil wieder ineinander schlingt (282, 22—284, 6). In ähnlicher Weise wird sodann der Heldenmuth der Brüder geschildert: eine ins Einzelne gehende Analyse erscheint daher nicht nothwendig. Bewundernswert!! ist eben so sehr die Mannigfaltigkeit