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Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung · 1868-01-01 · 1868 · page 94

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Journal
Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
Volume
1868
Date
1868-01-01
Page
– (sequence 94)
Language
German
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IRI
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8fr Jungfrau in Salonichi wie Eva heirathen* sollte (o. S. 14), gab dem Jünglinge Geld und Briefe an Frank's Tochter mit. In Offenbach angekommen, wurde er in einen Salon vor die „Dame" geführt, deren Schönheit ihn bezauberte, übergab ihr die Briefe und wurde von ihr mit den Worten entlassen: „Hier ist das wahre Heil", wenn er sich der Hausordnung fügen und solchergestalt von Stufe zu Stufe steigen würde. Darauf wurde er zuerst zu den drei greisen Kabbalisten und dann in den Waffensaal geführt, um militairisch geschult zu werden. Das Geld, das er mitgebracht hattet sowohl das von seinem Vater angewiesene, als das von seiner Mutter ihm mitgegebene, verschwand in Eva's Casse. Der Jüngling, wie die übrigen männlichen Schloss-Bewohner versammelten sich jeden Abend zu den drei Kabbalisten, um deren hebräische Vorträge zu hören. Sie erhielten hebräisch geschriebene Gebete und Lehrsätze und vernahmen Klänge von zehn Sephiroth, von Sabbatai (Zewi) von dem Messias - König, wovon die Wenigsten etwas verstanden. Gesprochen wurde im Innern des Offenbacher Schlosses öfter von einem Alten, der als Malchuth (letzte Sephira) bezeichnet wurde; „gesehen hatte ihn Niemand von uns". — Ein geschlossener sechsspänniger Wagen fuhr an gewissen Tagen mit Eskorte in die katholische Kirche, in dem ein Mann gesessen haben soll, den Alle den „Herrn" nannten; er galt als der Baron von Frank, aber gesehen hat ihn Keiner". Man merke wohl, das geschah 6 Jahre1) nach Frank's Tode, und Eva, „welche die Seele der ganzen Gesellschaft war", flösste den Anhängern der niederen Stufe den Wahn ein, ihr Vater lebe noch, „Jakob ist nicht gestorben"!2) (nach einer typologischen Deutung). Ein halbes Jahr später wurde sein jüngerer Bruder (aus P.) an den Hof von Offenbach geschickt, und man machte ihm denselben Hokus-Pokus vor. Lassen wir ihn selbst sprechen: „Viele räthselhafte Personen kamen und gingen; immer *) Das Alles ist die Aussage des v. P. in der Zeitschrift „Achawa" S. 158, 159. - Wie er angiebt, wurde er 1781 geboren und ging als Sechszeknjähriger nach Offenbach, also um 1797, sechs Jahre nach Frank's Tode. 2) DD 2py, das kehrt in den Sendschreiben der Frankisten stets wieder. Calmanson a. a. 0. p. 22: Jvsqu'ä ceX instant on les voü (les disciples der F.) reunis d'opinion . . . attendre follement la resurrection du forube.

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