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Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung · 1868-01-01 · 1868 · page 75

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Journal
Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
Volume
1868
Date
1868-01-01
Page
– (sequence 75)
Language
German
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67 Durch die erste Theilung Polens gelang es Frank selbst, sich wieder frei zu bewegen und seine Mystifikationen von Mähren aus fortzusetzen. Nachdem diese Theilung (1772) thatsächlich vollzogen und der Widerstand der polnischen Conföderation vollständig gebrochen war, übergab der tapfere polnische Krieger Pulawski dem russischen Feldherrn Suwarow die Festung Czenstochow, eine der letzten drei festen Städte, welche die Patrioten vertheidigt hatten. Frank scheint dem russischen General oder einem Untergebenen den Glauben beigebracht zu haben, dass er und die Seinigen dem griechisch-katholischen Bekenntnisse zugethan wären, und darum sei er so lange von den Römisch-Katholischen in Haft gehalten worden. Sonst ist es nicht zu erklären, warum ihn die Russen (wohl Herbst 17721) in Freiheit gesetzt haben. Es wird sich später zeigen, dass er von der russischen Kaiserin Katharina II. Geldunterstützung empfangen hat. Warum thatsiedas, sie, welche die Katholiken eben so heftig wie die Juden hasste? Offenbar muss sich Frank in die Gunst des Petersburger Hofes einzuschmeicheln *) Fast sämmtliche Quellen geben an, dass Frank durch die Russen in Freiheit gesetzt wurde; als die zuverlässigsten nenne ich Czacki, Rosprawa o Zydach, Abhandlung über die Juden, erste Ausg. p. 102 Note 9, und den Zeitgenossen Flekkels in seiner Predigt. In dem Sendschreiben der drei Emissäre (wovon weiter unten) heisst es: „Als er im Jahre 1773 aus Czenstochow abzog, schickte er uns nach Lublin, Lemberg, Brody und in mehrere andere Städte, um allen Gottesi'iirchtigen bekannt zu machen, dass es nothwendig sei, sich zu taufen" (bei Peter Beer II S. 334). Das Jahr war wahrscheinlich nach der jüdischen Aera angegeben 5533, was auch Herbst 1772 sein kann. Die Frankisten bedienten sich immer noch dieser Aera; vergl. bei Skimb. p. 73, wo es in der N.Franka No. 5 heisst: „Worte, die wir aus seinem heiligen Munde im Jahre 544 vernommen haben, d. h. 5544 1784". Nun ist daselbst öfter angegeben, Frank habe 13 Jahr in Czenstochow gesessen, d. h. also von Anf. 1760 bis Ende 1772. Eigen ist es, dass seine Anhänger später angaben, er habe gerade 7 Jahre, 7 Monate, 7 Tage, 7 Stunden und 7 Minuten daselbst im Gefängniss zugebracht (bei Fleckels a. a. 0. p. 5 b) : im a»ath wnp CJytftt) wnn naaon rix *r>Dn hn ^jn imBGDjy ihn pr» "imDD rraa hdn rrm rai: ddn 22b "»yini onoy (pjjnD spjro «in?jn ns\ CWl 'T , mj/P '! , 't , □ •fcHn 'T tU^W, Meinten sie vielleicht, dass er nur 7 Jahre in strenger Haft war? Das wäre von 1660 bis 1667, was mit dem Obigen stimmen würde, dass er sich seit'dem Jahre 1667 frei bewegt hat. UeberFrank's Spielerei mit der Zahl sieben s. Skimb. p. 74. 5*

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