Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Journal
- Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Volume
- 1868
- Date
- 1868-01-01
- Page
- – (sequence 58)
- Language
- German
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50 Gefühle und zagendem Herzen dazu einfinden. Sie wählten zu ihren Sprechern drei Rabbinen:. Beer von Jazlowiec, der bereits bei der Kamienieeer Disputation fungirt und sich - wahrscheinlich, comproinittirfr hatte; ferner Chajim Kohen Rapaport, Rabbiner von Lemberg und den angeblichen Wunderthäter Israel aus Miendziboz, damals Rabbiner eines Städtchens (Rozdol?), wahrscheinlich Stifter der chassidäischen Sekte in Polen, die ebenfalls eine zum Theil antitalmudische Richtung eingeschlagen hat. Von Seiten der Contratalmudisten fungirten ebenfalls drei als Wortführer, die bereits öfter genannten Krysa und Schor und ein dritter Unbekannter1). Die Einleitung zur Disputation in Lemberg muss übrigens den Administrator Mikulski nicht wenig entmuthigt haben. Die Frankisten hatten Hunderte von ihrer Sekte als Theilnehmer zugesagt; wie denn Alles an ihnen Verlogenheit war , es erschienen nur etwa zehn2). Später verlangten ihre Sprecher Wagen und Geld, um ihre Genossen aus der Gegend von Kamieniec nach Lemberg zu transportiren und anständig auszustaffiren; allein es wurde ihnen abge- J) Die Namen der beiderseitigen Sprecher hat nur die Quelle III bei Emden (Abraham von"Szargrod) erhalten, p. 29b: DHirpri p ♦ TiJ feß T]ühw YTQ2 IN -.1 nwby2 ts^ijm $>*nts^ 'n 'ü-iidndi o^n 'i irfn nynü mn crmin im Dnp 2^ 2i -itßanp som pjy-iö ziyinn rm iudi . ^mi^n^d n "pDN~) yty^N*'- Bei Skimb. sind genannt (p. 18): David b. Abraham aus Stanislaw; Sz-mul Hertzko Rapaport; Nutka Mosiek aus Boroczewa. Der Vorname Rapaports ist jedenfalls hier entstellt. Denn Chajim Rapaport ist bekannt;, Beer ist derselbe wie oben S. 37. Israel von Miendziboz scheint der unter dem Namen Beseht bekannte Stifter der Chassidaer zu sein, welcher stets unter diesem Namen aufgeführt wird und wofür noch das Epitheton QW h]}2 spricht. ' Seine Jünger wissen aber nichts von seiner Betheüigung an der Disputation von Lemberg zu erzählen, sie fabeln nur, dass der Beseht vermöge seiner inbrünstigen Gebete am Versöhnungstage das Dekret gegen den Talmud vereitelt habe. Auch die Thatsache von der Taufe der polnischen Sabbatianer erzählen sie. (]2"Wy2n TDIP/ ed. 1815 p. 6d, 7a, b). Der letzte Name der frankistischen Sprecher ywhi< scheint corrumpirt zu sein, denn Elisa von Rohatyn war nach einer Nachricht bei der Verfolgung von Ende 1757 erlegen (o. S. 42). Man muss vielleicht dafür lesen: "ptMOD yürhx )2 ntihüf. Dieser Salomo kommt stets mit Krysa in Verbindung vor (o. S. 18). — Frank war aber nicht zugegen, vergl. weiter. 2) Beil. S. II: Degli Aniitalmudisti. . . comparirono soltanto poco piu almeno di äieci.