Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Journal
- Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Volume
- 1868
- Date
- 1868-01-01
- Page
- – (sequence 34)
- Language
- German
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26 dafür eine höhere Lehre gegeben habe1). Man darf dabei nicht ausser Acht lassen, dass dieses Gebet, wenn auch an den Pseudomessias von Smyrna gerichtet, sich doch auch auf seine Nachfolger bezieht, eben so gut auf Frank, wie auf Querido und seinen Sohn Berachja, in denen Sabbatai wiedergeboren sei2); auch Jesus sei in Frank verborgen gewesen, lehrte er3). Nachdem Frank bereits längere Zeit die Städte in aller Heimlichkeit bereist hätte, in denen Sabbatianer weilten, von Südpodolien bis Lemberg, sie um sich geschaart und von ihnen als Messias und incarnirter Gott anerkannt war, kam ihr Treiben an den Tag. Sie wurden eines Tages bei einem mystischen Akt überrascht. Es geschah in Laskorun4). Worin die Ueberraschung bestand, wird zwar von verschiedenen Berichterstattern en detail referirt, kann aber schon deswegen nicht als historisch zuverlässig angesehen werden, weil selbst die feindlichen Berichte in einigen nicht unwesentlichen Punkten einander widersprechen. Die Frankisten sollen um ein halb nacktes Frauenzimmer mit Gesang wie Rasende getanzt haben; dieses Frauenzimmer sei — eine Jungfrau (nach der einen Quelle), die Frau des Rabbiners (nach der andern) — mit einem *) Die Gebetformel Beilage No. VI. 2) Daher war den Frankisten die Seelenwanderung so wichtig (Beil. S. VII): Tra tjli Ebrei de Turchia si sia diffuso l'errore de' Metempsicosistt. Auch F. lehrte die Seelen Wanderung Nauka p. 74. *) Beil. S. XXV: Christum, in quem credimus} absconditum sub persona Frank latere, ducis nostri. Auch bei Skimb. p. 26-, der Verf. hat diesen Passus nicht ververstanden, weil er die Theorie der Sabbatianer nicht kannte. 4) Beil. S. XXIX: Cum idem Frank . . iter dirigeret Lanckoron, praedixit . . . facturos nos periculum . . . haec calamitas nobis accidit. Der Bericht darüber bei Emden I p. 76b: pjjns -man rbnn >a dbw N^npDN^ pp> bnpi n\i ohp&p rbnn fSpta Wtilh imi?yi TD vby l^DJl . . . und bei Emden III, nur ist da ungenau Szorgord als Ort der Ueberraschung angegeben. Die Angabe von Frank: Siehe bei Skimb. p. II, 12. Die Zeit ist bei E. III genau fixirt: löiyn zwischen Ostern und Pfingsten. Dafür spricht auh das Zeugenverhör, das datirt ist: ypD 'N füpD — Juni 1756 und der darauf folgende Bann in Brody d. d. 20. Siwan. Am 26. Elul 1756 ("ltJn '650 berichtet Emden's Correspondent bereits über die Vorgänge, und dass einige Frankisten vom Bischof in Fesseln gelegt worden sind: |f"lD t^'T ■}riNr& b)~\2 ^233 inp^Jtf (bei Emden I p. 2 No. 3). Dagegen setzt Skimb. den Vorfall in Laskorun 27. Januar 1757.