Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Journal
- Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Volume
- 1867
- Date
- 1867-01-01
- Page
- – (sequence 23)
- Language
- German
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1'8 gleich werden dort die Zwecke für den Gebrauch dieser beiden Ellen angeführt. Daraus folgt, dass nach dieser Annahme des Talmuds beide, die mosaische und die mittlere Elle, sechs Handbreiten enthalten haben; denn wäre die mosaische Elle etwas grösser als sechs Handbreiten, so hätte doch schon um ihretwillen die Elle von sechs Handbreiten die mittlere heissen können. Es gäbe dann nämlich die kleinere von fünf Handbreiten, die sogenannte mittlere von sechs Handbreiten und die grössere mosaische von mehr als sechs Handbreiten, und in diesem Falle hätte der Talmud32) die Handwerkerellen, die doch grösser als die mosaische waren, nicht für die nächst grösseren nach der mittleren Elle angegeben. Wäre die mosaische Elle kleiner als sechs Handbreiten, so gäbe es gar keine mittlere Elle, denn man hätte dann die Eile von fünf Handbreiten , die mosaische von weniger als sechs Handbreiten, die Elle von sechs Handbreiten, und die beiden zusammengehörigen Handwerkerellen, und man würde bei vier Stücken das dritte Stück, die Elle von sechs Handbreiten, nicht die mittlere nennen. — Diese beiden fünf- und sechspalmigen Ellen, die am Tempel und dessen Geräthen in Anwendung kamen, werden nun bei allen anderen Gesetzen, wobei Längenmaasse gebraucht werden, wiederum verwendet. So führt Abai in Erubin 3 b die Anwendung der einen und der anderen an. 'pö nttKV.rDID nfcN 7WXU rq HfcfeO W*vbo DfcK TWrzn m rte&O „Zur Messung von Laubhütten und Gehöften gebrauchte man die fünfpalmige, zur Messung von Kilajim die sechspalmige Elle". Raba giebt dort an : roöfct ho nnsy ttnvropnntf ttn'*6l* TWW nn -nfcfca „Es sei nur eine Elle von sechs Handbreiten angewendet, wobei aber die Finger bei Bildung der Handbreiten minder (lachend) oder mehr (weinend) an einander gedrängt worden"33). Auch wird im Talmud84) EHp bVJ 'nDK „eine 32) Menachot 98 a. . 33) Im Talmud Sebacliim 62b und Bereschit Rabba sectio 12 kommt auch der Ausdruck nDVU npK für nosy HÖH vor, der jerusalemische Talmud Schekalim 50, 2 hat nürü HDK TYSpTW "DK, auch der Äruch hat HDrü. Die Differenz zwischen HDN und mpfW PIDN wird von späteren Commentatoren (N3''t5n) auf einen halben Finger angesetzt. Vergl. Sifte kohem zu Jore Dea cap. 201, 1. M) Erubin 48a.