Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Journal
- Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Volume
- 1867
- Date
- 1867-01-01
- Page
- – (sequence 24)
- Language
- German
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19 Elle des Heiligthums" ohne weitere Längenangabe angeführt; die Comuaentatoren sehen sie mit Recht für die mosaische sechspalmige Elle an. Dort wird auch bei einem Sabbathgesetze rpTH HfcK eine Elle von der jedesmaligen Grösse des Vorderarmes desjenigen Menschen, der das Gesetz auszuüben hat, angegeben. Von einer besonderen heiligen Elle, die von anderer Grösse als eine der hiererwähnten Ellen wäre, ist nirgends die Rede. Es ergibt sich also hieraus, dass sowohl R. Meir als R. Jehuda eine Elle von fünf und sechs Handbreiten annehmen, und selbst Raba, der „lachende und weinende" Ellen von sechs Handbreiten anführt, will sie nur bei den in der Tradition vorkommenden Ellen angewendet wissen, bei gewissen Geräthen des Tempels lässt auch er es bei der Elle von fünf Handbreiten bewenden35). Böckh a. a. O. pag. 267 irrt daher, wenn er annimmt, der Talmud nehme „lachende und weinende" Ellen an, um damit anzudeuten, dass die Handbreiten von verschiedener Grösse die Elle von fünf Handbreiten überflüssig machen. Im Gegensatze zu dieser Behauptung ergibt sich aus dem Obigen und aus der Discussion Erubin 4a, dass selbst, wenn zwei. Sorten von sechspalmigen Ellen mit verschiedenen Handbreiten angewendet werden, es dennoch eine Elle von fünf Handbreiten gegeben habe. R. Jehuda, welcher Reisen in Egypten gemacht hat und der Alterthumsforsehung zugethan war, hatte Gelegenheit, das egyptische Maass kennen zu lernen, besonders, da er von dortigen Bauten spricht?6), und dennoch ist er es gerade, der der Elle von fünf Handbreiten so viele Anwendungen zuschreibt. Es kann ihm daher nur durch Erfahrung bekannt sein, dass es eine Elle von fünf Handbreiten gegeben habe, nicht wie Böckh a. a. O. und nach ihm Andere glauben, dass der Talmud in Rücksicht der Handbreiten nichts aus Ueberlieferung wusste, sondern die ganze Lehre nur auf Auslegungen des Ezechiel beruhe. Man kann also aus dem Talmud, der die biblischen Zustände 35) In Erubin 4 a. aus der Discussion ersichtlich. *6) Frankels Vorstudien zur Septuaginta pag. 27, dessen Monatsschrift Jahrgang 4, pag. 158. 2*