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Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung · 1867-01-01 · 1867 · page 13

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Journal
Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
Volume
1867
Date
1867-01-01
Page
– (sequence 13)
Language
German
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IRI
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B Sextarius gleich, wie schon von Boekh in den „metrologischen Untersuchungen" pag. 203 überzeugend nachgewiesen ist, und somit haben wir hier eine direete Beziehung des hebräischen Hohlinaasses zum attischen Xestes oder römischen Sextarius. Es ist gerade diese Stelle im Talmud für unsere ganze Untersuchung von der grössten Wichtigkeit, weil sie die einzige in den hebräischen Quellen ist, welche in der prägnantesten Weise ein hebräisches Maass durch ein griechisches ausdrückt. Es ist ferner zu beachten, dass die Mischna10) Folgendes erwähnt: pij?^ iZDVf) rbn nHfc rP"ÖTÖ N "»pbEO^Nn „das Wüstenmaass für Flüssiges und Trockenes ist italisches (römisches) Maass." In einem speziellen Falle einer Maassangabe führt auch die Tosifta Ketubot 5 an, dass römisches Maass darunter verstanden sei rh nt\& tib tZ^ty'.vp bv TMS*- nx mWEn ybWK TOS rb)3)......ptDno^apö „Wenn Jemand seiner Frau durch einen Dritten ihren Unterhalt geben lässt, so soll sie nicht weniger als zwei Kab Weizen u. s. w. erhalten, und alles nach italischem (römischem) Maass." Es ist also nicht befremdend, dass hier das Log mit dem dem römischen Sextarius gleichwerthigen griechischen Xestes verglichen wird. Ferner ist zu bemerken, dass der Xestes oder Sextarius ebenso wie das Log ein Maass für Flüssiges und Trockenes war. Dass R. Jizchak den sepphorischen Xestes anführt, deutet auf die Anwendung des Log in der Praxis hin; man soll nämlich von den für das Log angegebenen Maassen das grösste anwenden, da bekanntlich das sepphorische Maass grösser als Wüsten- und jerusalemisches Maass war11). Bei der Vergrösserung der Maasse sind die Namen der Maasse unverändert geblieben, obschon sie dem Inhalte nach eine Aenderung erlitten, wie es auch noch jetzt bei Maassänderungen geschieht. Das sepphorische Maass war daher grösser als das Wüsten- und jerusalemische Maass, obschon es mit ihm denselben Namen hatte. Wir haben nun die Gleichung: " Ein Log ein >£&rr^g ein Sextarius. 10) Kelim 17, 11. n) Vergl. Zuckermann „üeber talmudische Gewichte und Münzen" pag. 12.

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