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Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung · 1866-01-01 · 1866 · page 100

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Journal
Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
Volume
1866
Date
1866-01-01
Page
– (sequence 100)
Language
German
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98 verwandt- Wenn Z. 15 den cersten Elementen (ßioirsta tcc Tmwxet).3 aus schaft alles , .Lebendigen, welchen auch die Pflanzen gebildet sind, die specifischen Urbestandtheile (aqyui) der animalischen Körper cHaut, Fleisch, Blut und dergleichen3 entgegengestellt werden, so erkennt darin jeder Aristoteliker alsbald die Kategorien der GxoiysTa und ofioiofisQrj (s. Dialoge des Aristoteles S. 27, 146). Auf diese Grundlagen der peripatetischen Physiologie ist also hier die vorhin nur den empedokleischen Versen entnommene Verwandtschaft des Menschen mit der Thierwelt in einem dialektischen Beweisverfahren zurückgeführt und als festes philosophisches Dogma des Theophrastos hingestellt. Sonach wird die Stelle im zweiten Buch auf das Erwünschteste durch die im dritten ergänzt; und man erwehrt sich schwer der Vermuthung, dass das von Porphyrios im dritten Buch nachgelieferte Bruchstück ebenfalls aus der Schrift Ueber Frömmigkeit stammt und dort ursprünglich an jenem Orte zu lesen war, wo Theophrastos die weitgreifende Behauptung einer Verwandtschaft zwischen allen lebendigen Wesen sorgfältiger, als es durch ein blosses Dichtercitat geschähe, zu erhärten sich aufgefordert sah. Eine Fuge, in welche das versprengte Stück seinem Gedankeninhalt nach hineinpasst, bietet sich hinter oixsimv Z. 293' ungezwungen dar; ja, der dortige Uebergang von olxsioav zu axsmsov 6' sxi xal Tavza, welcher schroffer ausfällt, als man es bei Theophrastos gewöhnt ist, hätte vielleicht einen achtsamen Leser auch ohne anderen Antrieb als den seines stilistischen Gefühls die Unterdrückung von Zwischensätzen vermuthen lassen. Und zu einer fast an Gewissheit reichenden Höhe der Wahrscheinlichkeit wird diese Herleitung des Bruchstückes durch die Art erhoben, wie es Porphyrios im dritten Buch mit seinen eigenen Ausführungen verknüpft. Nachdem er nämlich die theophrastische Argumentation in kürzerer Form und unter Einflechtung eines euripideischen Citats zusammengefasst, an die pythagoreische Lehre von der Seelenwanderung erinnert und den Schluss gezogen hat, dass*) *) p. 152, 2: caoxs 6vyysväv ovxcav \xmv fccooav], sl tpaivotxo %azcc üv&ayoQciv xal tpv%r\v xrflf avzrjv £tfo}%6za, dixcdcog ccv xig äasßijg vlqIvoixo xwv ofos'mv xrig adinlag pi} aite%6(isvos. ov pr}V ozt xiva. aygia avxriäv, dia xovzo xb ohelov anoxeKonxai. ov&ev yaQ r(cxov aUa xai fiaUov xmv dv&Qconcov hioi wxnonoioi xs xmv itkrfiiov slcl v.al epeQOvxui tcqoq xo ßlunxeiv xov ivxv%6vxa na&a7C£Q «wo zivog izvofig x^g ISlug cpvastog %al po%Q'r\Qlciq' 8t' o xal avuiqov-

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