Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Journal
- Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Volume
- 1866
- Date
- 1866-01-01
- Page
- – (sequence 96)
- Language
- German
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- Homer 1× ep/1025156
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94 den nicht zu missenden Stützpunkt des späteren theophrastischen Angriffs (Z. 289 - 293) auf die Thieropfer abgeben. Aber eben weil Porphyrios nur gezwungen dem Theophrastos auf das Gebiet der Trankopfer folgt, liegt nun auch die Annahme nahe, dass er nicht mehr abschrieb als die stilistische Ueberleitung unumgänglich erforderte; und noch unbedenklicher als er es sich bei dem Bericht des Josephus über die Essäer erlaubte (s. oben S. 24), wird er hier zwischen den ausgezogenen kurzen Hauptsätzen des Theophrastos ausschmückende und begründende Nebensätze übergangen haben, spenden. In der That macht schon Theophrastos' Vorliebe für ebenmässigen Periodenbau es unwahrscheinlich, dass er bei der Oel- und Weinspende sich mit nackter Aufzählung sollte begnügt haben, während er doch die Erwähnung der Honigspende mit einer ihre zweite Stelle in der Reihenfolge rechtfertigenden Bemerkung (Z. 271) begleitet; und noch weniger glaublich ist es, dass er seine von der gewöhnlichen abweichende Erklärung der cnüchternen (vrjcpüXta Z. 269)3 Spende nicht sollte mit Belegen versehen haben. Denn gewöhnlich werden, wie die gangbaren Handbücher genügend nachweisen, unter vinpälia die Honig- und Milchspenden verstanden-, Porphyrios selbst folgt anderswo dieser herkömmlichen Auffassung des ritualen Wortes-, in seiner Abhandlung über die Nymphenhöhle*) der Odyssee sagt er: cdie Biene ist ein sehr gerechtes cund nüchternes Thier-, daher bestehen auch die nüchternen Spenden aus Honig.3 Theophrastos hingegen setzt hier ausdrücklich die Honigspende der Nüchternen3 entgegen, die er auf Wasserspende beschränkt (vTjgxxXia ö' saxlv %ä vÖQÖajrovöa Z. 270). Mit unseren jetzigen Mitteln die unter Porphyrios' excerpirender Feder verschwundenen theophrastischen Nachweise zu ersetzen, will nicht gelingen; das einzige Mal, wo Wasserspende im Homer (Odyssee 12, 363) vorkommt, wird sie deutlich als ausnahmsweiser Nothbehelf wegen mangelnden Weines bezeichnet-, obgleich ferner Theophrastos, wie aus Z. 361 erhellt, auch den jüdischen Tempelritus in den Kreis seiner Untersuchung gezogen und zur Veranschaulichung gerade der älteren Formen des Gottesdienstes benutzt hat, so wird doch kein Besonnener anders als auf das ausdrücklichste und urkundlichste Zeugniss hin glauben wollen, dass ihm *) c. 19: t6...£g)ov [jishcea]... paktcra bh.mov nal vTjcpuvTixov c&ev ■aal vrjcpä- Xioi onovdal cci dicc n&izog.