Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Journal
- Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Volume
- 1866
- Date
- 1866-01-01
- Page
- – (sequence 95)
- Language
- German
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93 Dies sind die Hauptsätze von Theophrastos' Erörterung über die Unstatthaftigkeit der Thieropfer, abgesehen von seinen mythischen Episoden und unseren wenigen Zusätzen und Kürzungen. ta (ipv 8rj y.f-cpaXaia rov [irj Seiv &veiv £c5a X&Qt-S tgjv?ußeß\ri[ieva)v /iv&eov öliycov rs tojv vcp' ^jurav ngoa-ASipsvcov xal avvntu7}iifv(ov tanv töiv &€0(pQ(X(fTOV xccvta. Wie sehr auch die Erläuterung dieses Abschnittes32") durch seine mit den früheren in keinem Verhältniss stehende Länge erschwert werden mag, so hätte doch der äussere Uebelstand nur um den Preis einer inneren Unzuträglichkeit sich vermeiden lassen. Abzusetzen ohne zu zerreissen war unmöglich; mit so feiner Nadel hat Theophrastos die Maschen der einzelnen Argumente und Perioden in einander geschlungen. Ja, nicht einmal da wo Porphyrios sein Excerpt beschliesst, ist ein scharf abgeschnittenes Ende vorhanden. Denn der letzte Satz 'Wie nicht jede Art von Opfer, so ist wohl auch c nicht das Opfer von Jedermann den Göttern angenehm (Z. 499)/ bildet nicht sowohl den Schluss der vorangehenden Ausführung über das Opfermaterial als den Anfang einer neuen, im theophrastischen Original folgenden Auseinandersetzuug über die sittlichen Eigenschaften des Opfernden, welche das göttliche Wohlgefallen am Opfer bedingen. Dennoch musste Porphyrios das Sätzchen mitnehmen, weil es auf das Engste mit den unmittelbar vorhergehenden Worten über die gleiche Opferpflicht, aber nicht gleiche Würdigkeit aller Menschen verknüpft ist, und diese Worte wiederum nicht auszuscheiden waren, ohne den Bau der mit Z. 494 beginnenden Periode zu zerstören. Und ebenso wie hier am Schluss ward Porphyrios auch am Anfang des Abschnittes durch die Verzahnungen der theophrastischen Argumentationen genöthigt, bei seinen Auszügen über die strengen Grenzen seines Thema's hinauszugehen. Denn so gut wie er die genauen Angaben über alte Pflanzen- und Mehlopfer unterdrückte (s. oben S. 79), hätte er sich gewiss auch mit Theophrastos' Sätzen über die Geschichte der Spenden (Z. 269 - 275), da sie für die Frage über Thieropfer nichts austragen, keine Abschreibermühe gemacht, schlügen sie nicht die unentbehrliche Brücke zu den empedokleischen Versen, welche in eine so nachdrückliche Abmahnung von c Stiermord3 auslaufen und