Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Journal
- Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Volume
- 1866
- Date
- 1866-01-01
- Page
- – (sequence 57)
- Language
- German
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in der ersten Hälfte die jonische Form von o'Aog erkennen will, und dasselbe hatte er in der oben (S. 47) erwähnten Schrift Ueber Erfindungen deutlich ausgesprochen. Seine dortigen, in den homerischen Scholien*) angeführten Worte sollten nicht blos, wie Buttmann (das. 196) ihnen allzu neckisch unterstellt, das sagen, cwas wir auch ohne Theophrastos wissen konnten/ dass nämlich cdie Menschen, ehe sie das Malen lernten, das Getreide ungemalen assen/ sondern Theophrastos hatte in jener Schrift über die Erfindungen ganz so wie in unserem Excerpt den Grundsatz festgehalten, dass das Opfer ursprünglich nur in einer Weihgabe von der alltäglichen Nahrung bestand, und nun aus dem Gebrauch der ganzen Gerstenkörner beim Opfer auf ein verhältnissmässig spätes Alter der Mühlenerfindung geschlossen. Gewiss hätte man gern auf diese Etymologien verzichtet, wäre dafür etwas bestimmter, als es Z. 54 geschieht, angegeben wie Theophrastos sich den Uebergang von den ursprünglichen einfachen Opfern zu den ""entsetzlichen,3 d. h. den blutigen, gedacht hat. Zu erwarten war es allerdings, dass auch er nicht gänzlich die gewaltsamen Sprünge werde vermeiden können, die in den meisten culturgeschichtlichen Versuchen eben da, wo die schwierigsten Räthsel Lösung verlangen, den regelmässigen Gang der Entwickelung zu unterbrechen pflegen; aber gewöhnlich wissen auch die sonst kunstlosesten Schriftsteller über solche missliche Wendepunkte ihrer Theorie die Hülle einer etwas reichlicheren Darstellung zu werfen; und es muss daher auffallen, dass Theophrastos, ein stilistischer Künstler von wohlbegründetem Ruf, der auch in den übrigen Theilen unseres Abschnittes sich nicht als Wortsparer zeigt, gerade hier so einsylbig wird, wo er die Anlässe des für sein Thema wichtigsten Wechsels der Opfergattungen darzulegen hatte. Denn auf bestimmte äussere Anlässe, die ihm zur Erklärung jenes Wechsels dienten, deuten die Schlussworte (Z. 57): die Menschen seien erst cals sie in Hungers- und Kriegsnöthen Blut gekostet" zu Schlachtopfern übergegangen. Jedoch die Andeutung *) 1, 449 ovlo%vzag, ovlceg' sial de xQi&al pszcc aktiv (is[iiyp,evtti, ccg iits%sov roig IsQOVQyovusvoig £aoig tiqo zu frvsa&ai......\xvi\m\v itoiovy.£voi zf^g uQ%uiag §Q<a6sag. tog ycp cprjGi @s6cpqaazog iv za UsQi EvQ7}(idza>v nglv rj pu&coeiv oi äv&QcoTCOt aXslv zov jT[\vqcQia%ov v.uqitQv (vgl. oben S. 40 Z. 30) uvzco 6coag avzag rjG&iov. o&av ovlag ccvzccg cpqoiv 6 uoir\zi\g.