Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Journal
- Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Volume
- 1866
- Date
- 1866-01-01
- Page
- – (sequence 55)
- Language
- German
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53 stände wohl auch den Bemerkungen (Z. 9) zu Grunde, nach welchen die erste Weihgabe auf ägyptischem Boden aus Gräsern und Kräutern bestanden haben soll. Denn bei Diodor*) wird in einer ähnlichen culturgeschichtlichen Skizze als Beweis für die ursprüngliche Gräser- und Kräuternahrung der Aegypter angeführt, dass sie cnoch jetzt beim Gebet Halme einer queckenartigen Pflanze (Agrostis, s. Z. 50) in die Hand nehmen.3 Mit gleichem Eifer wie den erstarrten heiligen Bräuchen suchen die Peripatetiker den gleichsam fossilen Bestandtheilen der Sprache, den Wortwurzeln und den Sprichwörtern, Aufschlüsse über die älteste Vorzeit zu entlocken. Welch hohen geschichtlichen Werth Aristoteles den Sprichwörtern beilegte, zeigt, ausser dem Sprichwörter, oben (S. 48) gelegentlich erwähnten Bruchstück einer verlorenen Schrift, schon der flüchtigste Blick in fast jedes der uns erhaltenen Werke; Theophrastos, der seinem Lehrer auch hierin nachstrebte, hatte ihnen eine einbändige Schrift (UsqI JIaQoif.ucov Diog. Laert. 5,45) gewidmet; und unser Excerpt will die Spuren zweier Uebergänge aus roherem zu entwickelterem Leben dem griechischen Sprichwörterschatz eingedrückt finden. Den hier (Z. 30) angenommenen Ursprung der in der griechischen Conversation häufigen und auch aus Cicero's Briefen bekannten Redensart cGenug der Eiche,3 mit welcher man von Langweiligem oder Missliebigem abzubrechen pflegt, benutzt auch Dikäarchos in seiner von Porphyrios**) ausgezogenen griechischen Culturgeschichte (s. oben S. 19) zu einem Rückschluss auf die kunstlose Nahrung der ersten Menschen. Das andere Sprichwort (älTjlsfjisvog ßiog Z. 36), in welchem Theophrastos die Freude über die Erfindung der Mühlen ausgeprägt sieht, muss früh aus dem gewöhnlichen Gebrauch verschwunden sein; schon die griechischen Grammatiker***) wichen in der Erklärung desselben von einander ab; einer Meinung, die es, ungewiss aus *) 1, 43: xr\g Ev%QT}6xiug ttjs tisqI xt\v ßoxdviqv xctvxTjv [ayptooriv] \ivr\}xovhvovxag xovg av&Qcojtovg ps%Qi vov vvv oxav TCQOg &EOvg ßaö/geoGt xij %£tQi xavxf\g Xa(ißdvovtag TtQoasvxsG&ai [tpaatv], **) p. 158, 30: drjloi de xb Xixbv xäv itQcaxav (s. oben S. 47 N. 2) xui uvxo6%sdiov xrjg xQOcpr\g xö [lE&vßxsQOV fa&sv 'uXtg ÖQVog,' xov (isxaßdllovtog icgdtov, ola stnog, xovxo cp&syf-ccpsvov. ***) Suidas s. v. dhqlsaiUvov älrfl.E6ii£vov ßiov ol phv iiti x<äv ßalavixi] ßia> JK>ß>fievcov idef-avxo, ol de iiri x&v dxalccncmQajg ßiovvxcov,..... iv dcp&ovicc xcov imxrideiav ovxcav.