Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Journal
- Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Volume
- 1866
- Date
- 1866-01-01
- Page
- – (sequence 49)
- Language
- German
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47 cHandwerke und Künste aufgekommen sind, wollen aber dabei um cdas den Göttern angedichtete Fabelgepränge uns nicht kümmern/ Leider hat der unbekannte Verfasser der unter Philon's*) Werken stehenden Schrift Ueber die Unvergänglichkeit der Welt, welchem wir das Bruchstück verdanken, die in den letzten Worten angekündigte sicherlich sehr lange Liste von Erfindungen unterdrückt und uns damit wohl das älteste Docüment dieses Zweiges culturgeschichtlicher Forschung entzogen, welchen die selbst an Erfindungen so fruchtbare Diadochenzeit mit besonderer Vorliebe gepflegt und auch Theophrastos in einem zweibändigen Werk (JIsqI Eigru-icezcov Diog. Laert. 5, 47) behandelt hat. Eben so wenig erfahren wir, ob Theophrastos, der die Weltewigkeit so eifrig wie Aristoteles vertheidigte, in jener Schrift über die naturphilosophischen Meinungen das Argument der Gegner einfach als einen untriftigen Schluss von Menschenentstehung auf Weltentstehung zurückwies, oder ob er, was wahrscheinlicher ist, auf die Frage von den Erfindungen näher einging und deren Vereinbarkeit mit der Ewigkeit des Menschengeschlechts darzuthun suchte. Er brauchte auch hierin nur dem Vorgang seines Lehrers zu folgen, der in seinen mündlichen Vorträgen gewiss dieselbe Beseitigung jenes Einwandes ausführlich entwickelt hat, weiche die uns vergönnten Schriften in wenigen und kurzen, aber verständlichen Winken andeuten. Einer derselben findet sich in dem Abschnitt der Politik, wo Aristoteles alle, Hilfsmittel seines eigenen Scharfsinnes den Verfechtern eines ruhelosen politischen und besonders legislativen Fortschritts leiht, ohne sich ihnen im praktischen Ergebniss anzuschliessen. Dort**) sticht unter den Gründen für cAenderung der angestammten Satzungen (xivelv Tovg naxqiovc, vojiiovgf folgender hervor: cDas Streben der cMenschheit richtet sich überhaupt nicht auf das Angestammte, son- *) de incorrupt. inundi p. 512 31.: et 6 y.o6(iog cclStog i\v, y\v av wtl tu gtäa diöia v.ai TtoXv ys (läXXov x6 xmv av&ocÖTc&v yivog oaco uai xäv aXXoav afisivov dXXct ■aal dtyLyovov cpavsir} av (so statt cpavrp>ai) xoTg ßovXopsvoig sqsvvüv xd cpvascag cpvavumg (das Wort yvomcog füge ich hinzu), sfaog yap, (idXXov Ss dvuyyiuiov av&Qcoitoig svwitag^at rag xs%vug mg av ia^Xinag ov (tovov oxi Xoyixij (pvGsi xo i(ifis&odov otxsZov dXXa v.al oxi g^v avsv xovxcov ov% svsßxiv. •idcafisv ovv xovg «xacrrav %QOvovg aXoyiqaavxsg x<ov EicLXQay<a8ov}isvcav &soig tiv&cov. **) Polit. 2, 8; p. 1269a 4: slxog xs xovg Ttocovovg, size yiqysvsig rjaav sfr' h. y&OQÜg xivog s6eo&r]6av} oXlyovg (so statt opoiovg) etvat nal xovg xv%6vxag xal dvorjrovg (so statt Hai xovg dvo^xovg)... faox' axonov xo pivsiv iv xoig xovxtav SoypuGiv.