Mannheim
Compact Memory

Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung · 1866-01-01 · 1866 · page 38

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
Volume
1866
Date
1866-01-01
Page
– (sequence 38)
Language
German
Belongs to
journal volume
OCR quality
85% known words query
IRI
…/2720904-2720933-2720934--0654-2721896
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

3G auch innerhalb der philosophischen und geschichtlichen Stücke, die er aufnahm, gestattete er sich die "Kürzungen/ welche das cEbenmaassJ seines Werkes zu verlangen schien.! Wie unantastbar nun auch für jeden Verständigen der theophrastische Ursprung des ganzen vom fünften bis zum dreiunddreissigsten Capitel sich erstreckenden Abschnittes allein schon durch Porphyrios' Epilog bezeugt ist, so seien doch, um von vornherein selbst der blossen Zweifelsucht zu begegnen, hier gleich zwei von Porphjaios unabhängige Zeugnisse hervorgehoben, welche für Sätze, die bei ihm nicht in unmittelbarer Nähe der vier ausdrücklichen Citate sich finden, die theophrastische Quelle gewährleisten; muss dabei auch der späteren zusammenhängenden Erläuterung des theophrastischen Textes in einigen Punkten vorgegriffen werden, so wiegt doch diesen kleinen Uebelstand hinlänglich der Vortheil auf, dass eines jener Zeugnisse zugleich den Titel der theophrastischen Schrift kennen lehrt, welche Porphyrios ausgebeutet, aber nach seiner oben (S. 3, 18) besprochenen Manier zu nennen unterlassen hat. In dem fraglichen Abschnitt kommt (p. 85, 23) die Rede auf götterlose Menschen, mit denen die gar nicht Opfernden, und auf Verehrer von Abgöttern, mit denen die falsch Opfernden zusammengestellt werden. Als geschichtliches Beispiel der ersteren Thoer. Gattung werden cdie Thoer an der Grenze von Thrake (Qmsg ol ev (jls&oqioic Qquxtjq oixrjaavTscJ3 genannt, d. h. die Urbewohner der Gegend am Athos, wo später die Stadt Akrothooi lag und jetzt die lange Reihe der auf die griechische Christenheit so einflussreichen Athosklöster sich hinzieht. Noch Thukydides (4, 109) fand dort eine unhellenische Mischbevölkerung, die den hellenischen Culten sich nicht angeschlossen, ihren angestammten Gottesdienst aber vor den erobernden Hellenen geheim gehalten haben mag und daher in den Ruf völliger Götterlosigkeit gerieth. So heisst es denn auch in unserem Abschnitt weiter: die Thoer chätten weder Erstlinge als Weihgabe dargebracht noch sonst ein Opfer, und dafür seien sie aus der Menschheit ausgetilgt worden, so dass man plötzlich weder von den Menschen noch von der Stadt, noch von den Grundsteinen der Häuser eine Spur finden konnte Y^dsvoc aTtccQiöfisvoi [iTjdixtvovzsg aväq7taüxoi.... iysvovzo ... s£ ccvdQamwv xal ovts Tovg olxovvzag ovxs ttjv noliv ovts xbv twv olxriaswv &8iisliov

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.