Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Journal
- Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Volume
- 1866
- Date
- 1866-01-01
- Page
- – (sequence 37)
- Language
- German
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35 und dieses zweite Buch nicht über Gebühr anzuschwellen, selbst von den Auseinandersetzungen über Opfer, die er in seinen Quellen fand, nur die cHauptpunkte (xa xsyälaia p. 103, 15)3 ausgezogen, und wenn jenen Auseinandersetzungen anderes nicht unmittelbar die Opfer Berührendes beigemischt war, so hat er es als dem 'eigentümlichen3 Zweck seiner Abhandlung fremd gänzlich übergangen. Gleich auf diese Ankündigung folgt dann zu Anfang des fünften Capitels eine Schilderung der Opfer in der Urzeit. Sie beginnt: rEs mag wohl, wie Theophrastos sagt, eine unzählbare Reihe von Jahren sein, seitdem die Aegypter zu opfern anfingen.3 Mit leichter Abwechselung des Ausdrucks und ohne dass je zu dem Namen der Titel der benutzten Schrift gefügt wäre, kehrt die Berufung auf Theophrastos viermal wieder im Verlauf der nächsten achtundzwanzig Capitel. Damit jedoch Niemand meine, dass nur die unmittelbare Umgebung jener vier ausdrücklichen Citate für theophrastisch anzusprechen sei, erscheint am Schluss des zweiunddreissigsten Capitels folgender Epilog (p. 103, 15): ia u£v öi} xs(ßdXaia tov Sslv -d-vsiv L,(pa, %a)Qlg xav if-ißsßXj]f.isv(av (.w&mv bliyonv xs XWV V(f ^(.IWV Ttqoaxti^vbiv XCti aWTSTf.trj[Ll£VCi)V, SGxlv TCOV 0 socp q ädx ov xccvxcc. Dies sind die Hauptsätze, von Theophrastos' Erörterung über die Unstatthaftigkeit der Thieropfer, abgesehen von seinen23) mythischen Episoden und von unseren wenigen Zusätzen und Kürzungen. Auf das Unzweideutigste erklärt hierdurch Porphyrios alles zwischen dem fünften Capitel, wo die erste Erwähnung des Theophrastos vorkommt, und dem dreiunddreissigsten Liegende durchschnittlich für theophrastisch. 'Zusätze3 von Porphyrios' Hand sollen sich nur 'wenige3 finden, die freilich, wie gering ihr Umfang sei, die Benutzung des Theophrastischen empfindlich erschweren würden, wofern sie nicht nach sicheren Kennzeichen sich sollten absondern lassen. Ini Uebrigen entspricht das Verfahren, welches der Epilog in specieller Anwendung auf Theophrastos beschreibt, durchaus den allgemeinen Grundsätzen, nach denen Porphyrios die Werke der 'Alten3 überhaupt gebrauchen zu wollen angekündigt hatte. Die 'Mythen,3 durch welche Theophrastos für die Unterhaltung seiner Leser gesorgt und zur Entfaltung seines Erzählertalents Gelegenheit gefunden hatte, schied Porphyrios aus, weil sie ihm nicht der 'Eigentümlichkeit3 seines Werkes gemäss dünkten; und